Findige Bücherei

Ein Kaffee kostet ein Gedicht

Als zwanglosen Treffpunkt stellt sich Monika Eibl ihre Bücherei vor. Der Kaffeetheke könnten weitere Elemente folgen. | Foto: Dorothée Krätzer2019/05/Schwarzenbruck-Buecherei-Eibl-Kaffee.jpg

SCHWARZENBRUCK – Die Bücherei Schwarzenbruck öffnet ihre Kaffeebar. Wer ein Gedicht schreibt, erhält hier ab sofort einen Kaffee aufs Haus.

„Poesie für Kaffee“ hat Monika Eibl ihre Aktion betitelt, mit der die findige Leiterin der Bücherei gleich zwei Anreize schafft. Da wäre zuerst die neu eingerichtete knallrote Sitzecke mit ihrer Kaffeemaschine und den feuerroten Sesseln. Die Lesebar schafft einen zusätzlichen Anreiz für ein Vorbeischauen in den Räumlichkeiten im Untergeschoss der Albrecht-Frister-Halle.

Das Ziel: Wiener Kaffeehaus-Atmosphäre

Und wer ein paar Minuten investiert und vier bis zehn Zeilen dichtet, erhält einen Kaffee kostenlos. Lediglich die Begriffe Bücherei und Kaffee sollten enthalten sein. Der Lust am Fabulieren, Limericken oder an Elfchen kann man freien Lauf lassen – und vielleicht weckt das (nicht ganz unbeabsichtigt) die Lust auf mehr Lyrik oder Literatur. Ausgestellt werden die Werke rund um die Lesebar.

Als zwanglosen Treffpunkt neben Arbeit und Zuhause, ähnlich dem Vorbild österreichischer Kaffeehäuser, stellt sich Eibl ihre Bücherei vor. Ideen zu ihrer weiteren Nutzung hat Eibl auch schon. Vielleicht in Form von Lesungen oder Musik.

N-Land Dorothée Krätzer
Dorothée Krätzer