Open Air vom 26. bis 28. Juni in der Ruine

Drei Tage Jazz und viel mehr auf der Burg

Routiniert und temperamentvoll: Leadsänger Horst Spandler wird mit seiner Truppe Van Bluus dem Publikum am Sonntagnachmittag einheizen.2015/06/horst_New_1434717001.jpg

BURGTHANN – Eine knappe Woche noch und dann heißt es wieder Daumen drücken für trockenes, sonniges Wetter. Denn der Jazz- und Kulturverein plant im Jahr seines 30-jährigen Bestehens wieder sein Jazz Open Air vom 26. bis 28. Juni und möchte nur im Notfall in den Rittersaal ausweichen. Acht Bands der unterschiedlichsten Genres werden das Publikum im Hof der altehrwürdigen Burg unterhalten, ein reichhaltiges Angebot an Speisen und Getränken gehört wie immer dazu und beste Stimmung ist in jedem Fall garantiert, was nicht nur an den ausgezeichneten Musikern, sondern auch an der Crew liegt, die das Event Jahr für Jahr auf die Beine stellt.

Traditionell findet das Auftaktkonzert des Open Air noch nicht open air statt, sondern im großen Keller der Burg: Wie jedes Jahr gibt es klassischen, tschechischen Spitzen-Jazz, diese Mal wieder mit dem Praha Super Quartet. Alte Bekannte sind Frantisek Uhlir (Bass), Josef Vejvoda (Drums), Petr Benes (Piano) und Stepanka Balcarova (Trompete). Am Freitag, 26. Juni, um 20.30 Uhr geht’s los.

Der Start im Freien findet wie immer mit Bigband-Klängen durch die Lokalmatadoren des Sound Orchesters Burgthann statt. Am Samstag, 27. Juni, um 16 Uhr wird losgeswingt, wenn Orchesterleiter Eddie Feil mit einer stattlichen Abordnung seines 80 Leute umfassenden Ensembles die Bühne entert.

Heiß geht es auch weiter mit Hot Cargo gegen 18 Uhr. Die zehn Mann starke Truppe hat sich die Musik der 60er vorgenommen und wird die bekannten Klassiker in neu arrangierten Update-Versionen mit viel Latin und Jazz präsentieren.

Der sperrige Name „AghaRTA Band“ steht für attraktiven Jazz aus Prag. Deren Repertoire spiegelt die Musikstile aller Musiker dieses Superquartetts wider, einschließlich ihrer Kompositionen und Coverversionen anderer berühmter Komponisten wie Duke Ellingten, Miles Davis, Beatles oder Jimi Hendrix. Die Jungs starten um 20.30 Uhr.

Was wäre der Sonntag ohne zünftigen Frühschoppen? Conny Wagner mit seiner Dixie GmbH ist seit Jahren eine feste Größe in der Region und darüber hinaus. Die Vielseitigkeit, der Witz und seine Musik sorgen bei den Gästen immer wieder für beste Stimmung. Sie legen um 11 Uhr los.

Zwei Wochen nach dem bejubelten Auftritt bei „Feucht kann Kultur“ gehen auch die Rocker von Van Bluus wieder ins Rennen. Gegen 14.30 Uhr zünden die Fünf ihr Blues-Rock-Feuerwerk mit zahlreichen eigenen Songs ihrer im vergangenen Jahr erschienenen CD „white boy blue“. Zum Repertoire gehören aber auch interessante gecoverte Stücke von Gary Moore, Eric Clapton, Muddy Waters, Jeff Healy, Stevie Ray Faughan, B.B. King und Popa Chubby.

Seit Jahren wird die deutsche Akkordeon-Musikerin Anja Baldauf zur leibhaftigen Zydeko Annie und taucht mit ihren Swamp Cats ein in die Cajun- und Zydeco Musik Louisianas. Sie und ihre Musiker bringen die Musikvielfalt Louisianas, stampfenden Zydeco, traditonellen Cajun, gefühlvollen Blues und Grooves aus dem Mardi Gras ab 17.30 Uhr in die Burg.

Den Abschluss bildet wie schon so viele Jahre zuvor die Rudi Madsius Band. Deren Musiker muss man wahrlich nicht mehr vorstellen. Sie werden auch diesmal wieder die Stimmung zum Ausklang des Burgfestes mit heißem Rhythm & Blues, Soul und Rock ’n’ Roll, unter anderem von ihrer neuen CD „Across the Board“ zum Kochen bringen und wohl – wie seit Jahrzehnten – den letzten Song zum Tanz für die vielen Jazzvereinsmitglieder und Helfer reservieren.

N-Land Gisa Spandler
Gisa Spandler