Winterlicher Höhleneinsatz

Seilspuren bei Großmeinfeld: Bergwacht und Höhlenrettung rücken aus

Weil ein aufmerksamer Ortskundiger Spuren am Eingang zum Windloch bei Großmeinfeld entdeckt hatte, rückten die Bergwachten Lauf-Hersbruck und Nürnberg, die Höhlenrettung Nordbayern, der First Responder Neuhaus und der Rettungsdienst aus.
Weil ein aufmerksamer Ortskundiger Spuren am Eingang zum Windloch bei Großmeinfeld entdeckt hatte, rückten die Bergwachten Lauf-Hersbruck und Nürnberg, die Höhlenrettung Nordbayern, der First Responder Neuhaus und der Rettungsdienst aus. | Foto: Bergwacht Nürnberg2026/01/BW_Windloch.jpg

HARTENSTEIN – Ein aufmerksamer ortskundiger Anwohner hat am Donnerstagabend am Höhleneingang frische (Seil-)Spuren im Schnee festgestellt, die bei einem Spaziergang wenige Tage zuvor noch nicht vorhanden gewesen waren. Spuren, die wieder herausführen, sah der Mann keine, teilt die Bergwacht Nürnberg in einer Pressemeldung mit.

Aufgrund dieser Einsatzmeldung wurden die Bergwachten Lauf-Hersbruck und Nürnberg, die Höhlenrettung Nordbayern, der First Responder Neuhaus sowie der Rettungsdienst gegen 18.40 Uhr alarmiert. Zudem versetzte der Einsatzleiter Bergrettung unter anderem vorsorglich das Kriseninterventionsteam-Berg und weitere Einsatzkräfte der Höhlenrettung in Stand-By.

Anspruchsvolle Schachthöhle

Das Großmeinfelder Windloch ist eine technisch anspruchsvolle Schachthöhle. Der Eingang führt durch eine etwa acht Meter tiefe Einsturzdoline mit 15 Metern Durchmesser, die steil nach unten führt und abrupt überhängend abbricht. Im Inneren der Höhle befindet sich ein großer Höhlendom mit etwa 20 Metern Durchmessern und einer Höhe von rund 35 Metern.

Vor Ort bestätigten sich die Beobachtungen des Anwohners. Auch die Einsatzkräfte konnten unter anderem Seilspuren im Schnee im Bereich der Einsturzdoline feststellen. Deshalb wurde eine Höhlenretterin in die Höhle mit dem Seil abgelassen, um nach Personen in der Höhle zu suchen. Parallel dazu durchsuchten weitere Einsatzkräfte der Bergwacht in Absprache mit der Polizei den Nahbereich um die Höhle. Im Hintergrund recherchierte der Abschnittsleiter Höhlenrettung, ob die Höhle in den vergangenen Tagen regulär durch Höhlenforscher oder Fledermauszähler begangen worden war.

Nachdem der Höhlenretter in der Höhle keine Personen feststellen konnte und zeitgleich auch der Abschnittsleiter Höhlenrettung telefonisch in Erfahrung bringen konnte, dass ein Fledermauszähler die Höhle einige Tage zuvor begangen und erfolgreich wieder verlassen hatte, wurde der Einsatz schließlich ohne weitere Maßnahmen beendet.

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