Nürnberg – Was ursprünglich als gemeinsame fotografische Leidenschaft begann, ist inzwischen zu einer viel beachteten Ausstellung geworden: Monika Rösler und Rüdiger Kretschmann, beide Mitglieder im Schwarzenbrucker Film- und Fotoclub (FFVC), haben Kirchen in Franken und der Oberpfalz auf besondere Weise fotografisch neu interpretiert, 25 davon stellen sie aktuell im Bibelmuseum Bayern (Lorenzer Platz 10, Nürnberg) aus. Aufgrund der großen Resonanz wurde die Ausstellung „Himmlische Sphären“ nun bis Sonntag, 27. September, verlängert.
Viel Arbeit und Know-how
Hinter den Bildern der beiden Fotografen steckt viel Arbeit und Know-how: Für die Aufnahmen werden die Kirchen zunächst minuziös fotografiert. Aus bis zu 200 Einzelbildern setzen die beiden dann am Computer mit spezieller Software sogenannte Kugelpanoramen, auch „Little Planets“ genannt, zusammen. Dadurch entstehen Kompositionen, die eine Kirche aus einer Perspektive zeigen, die dem menschlichen Auge normalerweise verborgen bleibt.
Aus dem Experiment ist eine eigene Kunstform geworden: Aus Decken, Säulen, Fenstern und Ornamenten kreieren die beiden schwebende Bildwelten, die an Himmelskörper, Mosaike oder Mandalas erinnern. Die Fotografien eröffnen so einen neuen Blick auf sakrale Räume.
Mit diesen besonderen Bildern haben Rösler und Kretschmann im Juni die Ausstellung „Himmlische Sphären“ im Bibelmuseum in Nürnberg eröffnet. „Dass regionale Kirchen in diesen Bildern auf so einzigartige Weise dargestellt sind, fasziniert unsere Besucher“, sagt Astrid Seichter, Museumsleiterin des Bibelmuseums in Nürnberg.
