Die Suche nach Christkindern läuft

Himmlisches Ehrenamt

Finja Rothfuß war in Schwarzenbruck bereits 2019 Christkind und hat ihr Amt ganz hervorragend ausgefüllt. In diesem Jahr wird sie erneut den Weihnachtsmarkt in der Gemeinde eröffnen. | Foto: privat2021/10/Finja-Rothfuss.jpg

NÜRNBERGER LAND – In Altdorf, Feucht und Winkelhaid gibt es in diesem Jahr ein neues Christkind. Finja Rothfuß übernimmt das 
Amt in Schwarzenbruck zum zweiten Mal. Der Burgthanner Markt wird wegen Corona ohne die Himmelsbotin eröffnet.

In der vergangenen Woche hatten wir gute Nachrichten für unsere Leser: Weihnachtsmärkte finden heuer nach pandemiebedingter Unterbrechung im vergangenen Jahr wieder statt, in kleinerem Umfang zwar, dafür aber ohne Maskenzwang und ohne Zutrittsregeln. In den Kommunen werden derzeit Mädchen gesucht, die sich die Aufgabe zutrauen.

So auch in Altdorf, wo die Stadt unter anderem über ihre Internet- und ihre Facebookseite dazu aufruft, sich als Christkind zu melden. Zwischen 12 und 18 Jahre alt müssen die Bewerberinnen sein und an den Adventswochenenden Zeit haben, um auf dem Weihnachtsmarkt der Stadt präsent zu sein. Sie verteilen Süßes, plaudern mit Kindern und begleiten Bürgermeister Martin Tabor in der Adventszeit bei seinen zahlreichen Weihnachtsbesuchen. Und ganz wichtig: Das Altdorfer Christkind muss natürlich den Prolog zur Markteröffnung sprechen.

Etliche Bewerberinnen

Wie in Feucht, wo es seinen großen Auftritt mit Prolog immer auf dem Balkon der Reichswaldhalle hat. Die Feuchter haben ebenfalls über die sozialen Medien und ihren Internetauftritt ein Christkind gesucht, die Bewerbungsfrist ist inzwischen verstrichen, etliche Bewerberinnen haben sich gemeldet. Mehr will man im Rathaus aber dazu noch nicht preisgeben. In Altdorf können sich Mädchen weiter bewerben, bislang liegt laut Pressesprecherin Susanne Voss „eine Handvoll“ Bewerbungen vor. Auch die Altdorfer werden Informationen zum neuen Christkind erst herausgeben, wenn die Auswahl unter den Bewerberinnen getroffen ist.

Die Feuchter sind bei ihrer Christkindsuche ganz professionell vorgegangen: Wie eine Stellenanzeige wirkt der Aufruf, sich für das himmlischste Ehrenamt auf Erden zu melden. Dafür müssen Mädchen zwischen 14 und 18 Jahre alt sein und aus der Marktgemeinde kommen. Weitere Voraussetzungen: Ein offener Umgang mit kleinen und großen Menschen, Kontaktfreudigkeit, selbstständiges Gestalten und ein sicheres Auftreten.

Aufgeschlossen und kontaktfreudig wünschen sich auch die Winkelhaider ihr neues Christkind. Bewerben können sich in der Gemeinde bei Michaela Krauß ([email protected]) Mädchen im Alter von 15 bis 17 Jahren. Wer sich zutraut, die Voraussetzungen für die himmlische Stelle zu erfüllen, kann einen kurzen Steckbrief mit Name, Geburtsdatum und Hobbys sowie ein Foto an die Gemeinde senden. Zu den Aufgaben des Winkelhaider Christkinds gehört neben der Eröffnung und der Schließung des Weihnachtsmarkts und des Besuchs sozialer Einrichtungen auch die Begleitung der Winkelhaider Delegation auf der Fahrt in die Südtiroler Partnergemeinde Teis.

Finja Rothfuß darf noch einmal ran

Schwarzenbruck sucht in diesem Jahr kein neues Christkind. Die Aufgabe übernimmt nach 2019 zum zweiten Mal die 12-jährige Finja Rothfuß, die ihr Amt trotz ihres jungen Alters vor zwei Jahren ganz hervorragend gemeistert hat. Finja geht auf das Wendelsteiner Gymnasium und hat in der Schule zwei Lieblingsfächer: Mathematik und als passionierte Volleyballerin natürlich Sport. Die Schwarzenbrucker freuen sich, dass die aufgeweckte 12-Jährige erneut das besondere Ehrenamt übernimmt.

In Burgthann eröffnet das Christkind den Weihnachtsmarkt in der Burg von der Empore aus – aber nicht in diesem Jahr. Die Burgthanner organisieren den Markt in stark verkleinerter Form. Sie haben sich dazu entschlossen, in diesem Jahr kein Christkind auftreten zu lassen. Im kommenden Jahr soll es dann wieder den traditionellen Prolog im Burghof geben.

Ob Leinburg 2022 ein Christkind suchen wird? Dass es im vergangenen Jahr keines gab, liegt nicht an der Pandemie, vielmehr hat Leinburg bislang noch nie ein eigenes Christkind in der Gemeinde gesucht

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