Jubiläumsfeier

Das Repaircafé Altdorf feiert sein zehnjähriges Bestehen

Manfred Schaller (Mitte) bei seiner Ansprache. Zu den Gratulanten zählte auch Bürgermeister Martin Tabor (rechts), der in einer kurzen Ansprache die Bedeutung des Repaircafés für die Stadt betonte.
Manfred Schaller (Mitte) bei seiner Ansprache. Zu den Gratulanten zählte auch Bürgermeister Martin Tabor (rechts), der in einer kurzen Ansprache die Bedeutung des Repaircafés für die Stadt betonte. | Foto: Mara Glüher2025/04/aeeee248b57e7a3818470115c38041558c8b0abb_max1024x.jpg

ALTDORF – Bei strahlendem Sonnenschein hat das Repaircafé Altdorf am Samstag sein zehnjähriges Bestehen gefeiert. Zahlreiche Gäste kamen, um bei Kaffee und Kuchen ein Jahrzehnt ehrenamtlichen Engagements und gelebter Nachhaltigkeit zu würdigen. Und den ein oder anderen Gegenstand zu reparieren.

In einer kurzen Ansprache erinnerte Manfred Hajek vom Repaircafé an die Anfänge und die Erfolge dieser Einrichtung. Aus der Initiative der holländischen Journalistin Martine Postmaentstand 2009 ein weltweites Netz von 3600 Repaircafés, in denen inzwischen 54.000 Ehrenamtliche monatlich etwa 65.000 Gegenstände reparieren.

Mehr als die Hälfte gerettet

Über Medienberichte erfuhren die Altdorfer vor zehn Jahren davon und durch die Begeisterungsfähigkeit ihres Mitbegründers Werner Birn blieb es nur eine Frage von wenigen Wochen, bis die Aktiven in Altdorf ein Repaircafé eröffnen konnten. Inzwischen wurden dort bisher 1833 Geräte behandelt. 1016 Geräte (56 Prozent) konnten sofort repariert werden. Bei 334 Einheiten, also 17 Prozent, verzögerte sich die Instandsetzung wegen Ersatzteilbeschaffung. 483 (26 Prozent) waren nicht mehr zu retten.

Nach dem gemütlichen Teil der Jubiläumsfeier ging es wieder an die Arbeit: Das Repaircafé-Team nahm seinen gewohnten Betrieb auf. Auf mehreren Tischen wurden Stereogeräte, Staubsauger, Kaffeemaschinen und andere Geräte ausgebreitet, deren Besitzer für diese auf eine zweite Chance hofften – und oft nicht enttäuscht wurden. Mit fachkundigem Geschick und viel Geduld gelang es den Ehrenamtlichen auch diesmal wieder, zahlreiche Alltagsgegenstände vor dem Weg in den Müll zu bewahren. „Das Repaircafé Altdorf blickt stolz auf eine Dekade gelebter Nachhaltigkeit zurück und zeigt, was mit viel Engagement, Zusammenarbeit und einem Stück Kuchen erreicht werden kann. Es sei noch verraten, dass diese Arbeit unglaublich viel Freude bei allen Beteiligten und Kunden erzeugt. Wer’s nicht glaubt, ist herzlich eingeladen, uns zu besuchen“, sagt Manfred Hajek.

Zu den Gratulanten zählte auch Bürgermeister Martin Tabor, der in einer kurzen Ansprache die Bedeutung des Repaircafés für die Stadt betonte und dem Team des Repaircafés einen Scheck über 200 Euro überreichte. Auch Karin Ballwieser von der Rummelsberger Diakonie, die das Repaircafé seit Beginn der Initiative durch die Überlassung der Räumlichkeiten unterstützt, zeigte sich begeistert vom langjährigen und erfolgreichen Bestehen des Projekts. Erwin Wenzel vom Repaircafé Feucht überbrachte Glückwünsche in Form eines Krafttrunks.

Info: Das Repaircafé in Altdorf, im Café Kakau in der Ohmstraße 5, öffnet jeden ersten Samstag ab 14 Uhr im Monat seine Türen.

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