Neuer Betreiber ab 10. Dezember

Laufer Stadtbusse fahren künftig in neuem Landkreis-Design

Diese neuen Stadtbusse in neuem Design sind ab 10. Dezember in Lauf unterwegs.2017/12/stadtbusse-lauf-neu-schmetterling.jpg

NÜRNBERGER LAND — Neue Stadtbusse in neuem Design und in neuen Farben, ein neuer Betreiber, neue Takte und Linienführungen und kein gemeinsames Bus-Rendezvous mehr am Marktplatz: Auf die Fahrgäste der Laufer Stadtbuslinien kommen ab morgen mit dem neuen Fahrplan viele Veränderungen zu.

Die „Schmetterling Stadtverkehr GmbH“ mit Sitz in Obertrubach ist ab dem kommenden Wochenende verantwortlich für die Linien des Stadtverkehrs Lauf. Der öffentliche Nahverkehr in Lauf wird seit vielen Jahren durch das Verkehrsunternehmen Meidenbauer mit den typischen roten Bussen betrieben. Aufgrund neuer rechtlicher Vorgaben müssen die vom Landkreis bestellten Buslinien im Nürnberger Land seit drei Jahren öffentlich und europaweit ausgeschrieben werden. Im vergangenen Jahr waren davon die Linien im Landkreis-Süden betroffen, dieses Jahr nun waren Lauf und Hersbruck an der Reihe. Unter mehreren Bewerbern hatte Schmetterling-Reisen das günstigste Angebot abgegeben und daher den Zuschlag für die nächsten neun Jahre bekommen.

Für das Busunternehmen ist der Betrieb von Stadtbussen kein Neuland. Schmetterling fährt Linien in zwölf Städten, darunter unter anderem in Fürth oder Forchheim. Neben Lauf werden künftig auch die Stadtverkehre Hersbruck (bisher ebenfalls Meidenbauer) von Schmetterling betrieben. In Lauf werden zum Teil die bisherigen Busfahrer vom neuen Unternehmen übernommen. Überhaupt laufe die Übertragung vom alten zum neuen Betreiber sehr reibungslos, so Roland Schriefer von der Stadt Lauf. So seien derzeit schon Fahrer des neuen Unternehmens als Zuschauer in den Laufer Bussen unterwegs, um die Linien kennenzulernen. Der Rufbusverkehr (Anruf-Sammeltaxi) wird weiterhin von der Firma Taxi-Schmidt durchgeführt.

Grün statt rot

Der Betreiberwechsel bringt auch neue Fahrzeuge mit sich, die dann im Nürnberger-Land-Design unterwegs sein werden. Das heißt in den Farben Grün-Weiß und versehen mit dem VGN-Zeichen und dem Nürnberger-Land-Logo. Die Laufer Stadtbusse ziert außerdem das Logo der Stadt Lauf.

Zum Einsatz kommen weiterhin sogenannte Midi-Fahrzeuge der Firma Otokar. Allerdings in den modernsten Ausführungen. So sind die Busse nicht nur wie bisher an der Haltestelle absenkbar, um den Einstieg zu erleichtern, im Innenraum gibt es nun auch keine Stufe mehr, sondern nur eine Ebene von der vorderen bis zur hinteren Tür. Die barrierefreien Busse „fahren umweltfreundlich und effizient mit modernem EURO-6-Dieselantrieb“, so heißt es in der Pressemitteilung des Landrats­amtes.

Elektrobusse waren bei der Vergabe zwar im Gespräch, auf Grund von verschiedenen Kinderkrankheiten, der noch fehlenden Infrastruktur und der vielen Neuerungen auch im Takt wollte man beim Landkreis auf Nummer sicher gehen. Bei der nächsten Ausschreibung werden die E-Busse aber natürlich wieder ein Thema sein, verspricht Roland Schriefer.

Verbesserungen für Fahrgäste sollen Änderungen in Takt und Linienführung bringen. So werden nicht nur die Anschlüsse an die Bahnhöfe Lauf links und rechts optimiert, wie es heißt, auch die Taktfrequenz wird in einigen Gebieten verändert.

20-Minuten-Takt

So ist die Innenstadt vom Marktplatz aus künftig im Zwanzig-Minuten-Takt an die S-Bahn am Bahnhof links angebunden. Gleiches gilt auch für die südlichen Stadtgebiete sowie für Heuchling (neue Liniennummer 353). Dieser Ortsteil wird so zum ersten Mal auf direktem Weg ohne Umstieg an die S-Bahn angebunden wird. Die Haltestelle EWS-Markt sowie das Krankenhaus, beide an der Linie nach Heuchling, werden so auch im Zwanzig-Minuten-Takt erreicht. Rudolfshof und Kotzenhof sind halbstündlich im Wechsel an den Bahnhof links bzw. rechts angebunden (Liniennummer 351). Ein Anschluss in Richtung Nürnberg wird somit jede halbe Stunde möglich.

Gleiches gilt für die nördlichen Gebiete der Stadt Lauf und die Kunigundensiedlung. Diese sind nicht nur an den rechten Bahnhof, sondern auch über den Bahnhof West an die S-Bahn angebunden. Wetzendorf wird stündlich an die S-Bahn sowie die Innenstadt angebunden.

Kein Rendezvous am Marktplatz

Die neuen Anschlüsse und der neue Takt machen allerdings künftig das „Rendezvous“ am Marktplatz nicht mehr möglich. Hier kamen bisher alle Linien gleichzeitig an und fuhren gleichzeitig wieder ab. So war ein Umstieg leicht möglich. Weil aber die Busse auch in Zukunft nur kurz aufeinanderfolgend am Marktplatz ankommen, sei ein Umsteigen auf vielen Linien auch in Zukunft mit kurzen Umstiegszeiten möglich, ist man bei der Stadt und beim Landkreis überzeugt. Maximal zwei Busse werden durch die neue Regelung künftig gleichzeitig am Unteren Marktplatz stehen, dafür kommen aber dann durchgehend Busse an.

Die gesamten Fahrpläne können auf der Internetseite des Verkehrsverbundes vgn.de/netz-fahrplaene/linien und auf der Internetseite des Landkreises nuernberger-land.de eingesehen werden.

N-Land Clemens Fischer
Clemens Fischer