Topwetter bei Hersbrucker Rummzug

40,5 Grad Fieber

Die „Sittenbächer“ setzten beim Hersbrucker Rummzug die Krankenhausproteste fort. | Foto: Jürgen Ruppert2018/02/8790221.jpg

HERSBRUCK – Mit Blutbeuteln am Aufbau, einem Fieberthermometer bei 40,5 Grad und einer halbleeren Spritze untermalten die Altensittenbächer ihre Forderung. „Wir fordern unser Krankenhaus zurück, denn an Sekunden hängt das Überlebensglück!“ Der Wagen war ein Hingucker beim Närrschbrucker Rummzug. Die Veranstaltung bei Kaiserwetter lockte wieder Massen an Besuchern ins Herz von Hersbruck.

Bei strahlendem Sonnenschein bildeten die FGN-Chefinnen Kathrin Kellner und Gabriele Loos als Schulz und Merkel die Vorhut. Nicht nur ein optischer Hingucker war die Marching Band aus Lauf. Sie sorgte dank ihrer schmissigen Rhythmen dafür, dass das Zuschauerspalier am Rand der Strecke von der Happurger Straße zum Marktplatz ins Tanzen kam.

Landrat Armin Kroder, Bürgermeister Robert Ilg und Landtagsabgeordneter Norbert Dünkel sammelten eifrig Pluspunkte, indem sie vom Wagen der FGN fleißig Bonbons, Süßigkeiten und Souvenirs in die Menge warfen.

Einen Mottowagen hatten die Spitzingseefreunde gebaut. „Die Vorschriften werden immer krasser, der nächste Fasching fällt ins Wasser“, warnten sie. „Die Küh sind los“ hieß es bei den als schwarz-weißes Fleckvieh ausstaffierten Kühnhofenern.

„Überall sterben die Wirtshäuser aus, wir Ellerbächer feiern im Milch- und Gemeinschaftshaus“, lautete die Devise der wandlenden Partykannen aus einem anderen Hersbrucker Stadtteil. Das Rote Kreuz thematisierte das Problem „Rettungsgasse“, bei den Happy Herschies herrschte Affentheater, die Michelmühldamen hatten sich in Schmetterlinge verwandelt.

Am Oberen Markt erwarteten die Moderatoren Götz Reichel, Norbert Winkler und Wolfgang Wein alle Gruppen und lobten die Outfits in blumigen Worten. Beim Zielpunkt und auch während etlicher Pausen des Gaudiwurms zeigten die Die FGN-Garden und die FGN-Hupfdohlen ihr Können.

Die Aktiven von „In der Siddy“ kamen als flotte Motten und flotte Bienen. Die HC-Damen hatten sich zu Superheldinnen gemausert, während die Kicker des FC eine fahrbare Dschungelbar vorzogen und die Engenthaler eine zünftige Après-Ski-Hütte.

Der Elferrat der Happurger Faschingsfreunde revanchierte sich für die Teilnahme der Hersbrucker bei ihrem Gaudiwirm. Der NCN-Spielmannszug und ein Spaßbus komplettierten den Rummzug, der nach Meinung vieler Schaulustiger etwas länger hätte sein dürfen.

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N-Land Jürgen Ruppert
Jürgen Ruppert