SV Schwaig wird Siebter in der Abschlusstabelle

Wieder kein Happy End im Tie-Break

Auch im letzten Heimspiel kann der SV Schwaig einen Fünfsatzkrimi nicht für sich entscheiden. Mit dem siebten Tabellenplatz zum Saisonende ist die Mannschaft um Kapitän Florian Tafelmayer (im Sprung) aber zufrieden. | Foto: Santemiz2019/04/SV-Schwaig-TV-DJK-Hammelburg-Volleyball-Santemiz.jpg

SCHWAIG. Wieder kein Sieg. Zum Saisonabschluss gegen den Tabellennachbarn, den TV/DJK Hammelburg, unterlag der SV Schwaig in der heimischen „Gelben Halle“ mit 2:3 (25:20, 22:23, 20:25, 25:23, 12:15). Schlussendlich wollte sich aber, bis auf einen noch kurz und dafür heftig hadernden Coach Milan Maric, kaum jemand über die dritte Heimpleite hintereinander und die sechste Niederlage am Stück aufregen.

Nach zuletzt zwei Vizemeisterschaften klingt Rang Sieben zwar bescheiden. Doch damit erreicht der SVS mit 13 Niederlagen, elf Siegen und 35 Punkten sein Saisonziel in einer Spielzeit des Umbruchs, in der sich gerade die Nachwuchskräfte bewähren sollten und konnten.

Immerhin gelang es Maric’ Mannschaft in der Halle am Mittelbügweg, den ersten Satz zu gewinnen. Konzentriert traten die Schwaiger von Anfang an auf, angefeuert von 310 Zuschauern. Dass der SVS den Saisonabschluss nach zuvor fünf Niederlagen in Serie versöhnlich gestalten wollte, konnte dem Team niemand absprechen. Mit den Nachwuchskräften Jan Kolakowski, Luca Russelmann und Joshua Schneider, dafür ohne Christian Schwabe und Christian Nowak, ließen sich die Gastgeber auch durch den 4:7-Rückstand zu Satzbeginn nicht beirren. 13:13 hieß es nach elf Minuten, später 18:15 und 22:17. Der erste Durchgang machte den Schwaigern Mut für das restliche Duell.

Doch der TVH erwies sich ab der zweiten Passage als äußerst widerspenstig, führte 12:8 und bald 14:10. Und auch allen Anfeuerungsrufen von Hallensprecher Peter Anacker zum Trotz, der SVS konnte sich nach den Drei-Punkte-Rückständen 15:18, 16:19 und 19:22 nicht mehr aufraffen.

Satz Nummer drei bot ein ähnliches Bild; der SVS schien aus dem Rhythmus. Die Stimmung war nichtsdestotrotz grandios, vor allem nach den zwei Aufschlag-Assen vom angenehm locker aufspielenden Christian Starosczik. Der Kampf steigerte sich wild, mit allen Bandagen, die es beim „körperlosen“ Volleyball so gibt.

Doch auch die letzte Einwechslung von Diagonalangreifer Tim Rosenow im gelbblauen Dress beim Spielstand von 13:18 konnte das Blatt nicht mehr wenden: 17:21 und 20:25 lagen die Hammelburger verdient vorne, nach 71 Minuten stand es 2:1 für die Gäste.

Auch wenn der SVS das Hinspiel gewonnen hatte: Trainer Milan Maric hatte schon vorher auf die Schwere des Matches hingewiesen. Immerhin: Ganz ohne Tabellenpunkt aus der Gelben Halle zu gehen, kam für das Team um Kapitän Florian Tafelmayer nicht in Frage. In einem Kraftakt mit grandiosen Ballwechseln drehte der SVS den anfänglichen, etwas konfusen 5:6-Rückstand im vierten Satz über 7:7, 16:12 und 19:15 zum 2:2-Ausgleich. Es folgte also der siebten SVS-Tiebreak in dieser Saison. Und das Vabanque-Spiel aus Dramatik, Glück und Pech endete zum fünften Mal verdrießlich für die Gelbblauen.

Besonders in diesem Schlussdurchgang fiel Michael „Mike“ Dzierwa auf, dem in so gut wie allen Angriffssituationen zugespielt wurde: 90 Prozent seiner „Hammerschläge“ versenkte er spektakulär, doch diese Taktik wurde für den Gegner bald vorhersehbar. Geschenkt.

Nach 107 Minuten jedenfalls war die Saison für alle Beteiligten zu Ende – auch für den erstmals zum „Most Valuable Player“ gewählten Libero Jonathan Schönhagen. Der SVS hatte über 2:0, 4:5, 11:11 und 11:13 klein beigeben müssen; der TVH siegte fair und verdient und revanchierte sich für seine 1:3-Heimniederlage im Dezember.

Besonders einer erlebte die Niederlage mit wehmütigen Blicken: Tim Rosenow verlässt den SVS nach einem Jahr in der dritten und sechs Jahren in der zweiten Liga. Nicht nur er wurde für die erfolgreichen Jahre geehrt. Auch das vielköpfige, so genannte Hintergrund-„Funktionsteam“ wurde von Abteilungsleiter Hans-Peter Ehrbar und Dr. Hannes Zapf, dem Chef des Sponsoren-„FörderNetzWerkes“ mit Präsenten bedacht.

Der SV Schwaig will mit Coach Milan Maric in der kommenden Saison den personellen Umbruch fortsetzen und erneut eine stolze Position anstreben. Meister wurden in diesem Jahr übrigens Die Heitec Volleys Eltmann.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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