Radweg wartet auf Sanierung

Noch immer ein Wurzelweg

Zwischen Schleuse 51 und 52 ragen einige Wurzeln aus dem Fahrradweg. | Foto: Jasinta Then2019/10/Schwarzenbruck-Wurzelweg-Kanal-Radfahrer-hoch.jpg

SCHWARZENBRUCK – Vor zwei Jahren hat die Gemeinde Schwarzenbruck angekündigt, den Radweg entlang des Alten Kanals zu sanieren. Passiert ist bislang nicht viel.

Der Fahrradweg am Alten Kanal ist in keinem guten Zustand. Vor allem zwischen der Schleuse 51 und 52 auf Höhe der Liegewiese ragen auf der rechten Wegseite einige Wurzeln hervor. Aus radeln wird hoppeln. Dadurch leidet nun die linke Wegseite. Sie wird stärker befahren, Kuhlen bilden sich und laufen bei Regen voll Wasser. Kommt dann Gegenverkehr, vergeht den Radlern endgültig die Freude am Fahren. Diesen Zustand kritisierte ein Leser aus Feucht bereits vor ziemlich genau zwei Jahren (wir berichteten).

Firma ist bereits beauftragt

Schwarzenbrucks Bürgermeister Bernd Ernstberger sagte damals zu, die besagte Stelle am Kanal zu sanieren. Das ist allerdings bis jetzt nicht geschehen. Ein Problem ist die Frage der Zuständigkeit. Normalerweise ist das Wasserwirtschaftsamt für Arbeiten am Kanal zuständig. Verläuft dieser jedoch eindeutig und nah genug an einer Gemeinde ist diese für die Instandhaltung der Wege verantwortlich.

Deswegen beauftragte Ernstberger eine Firma mit der Radwegsanierung. Vor einer Woche ist er selbst mit dem Mountainbike den Radweg gefahren und ärgerte sich darüber, dass noch immer nichts passiert ist. „Man muss hartnäckig und permanent an der Firma dran sein, sonst wird man schnell übergangen“, meint Ernstberger.

Am heutigen Montag werden deshalb noch einmal die besagten Stellen am Kanal mit der Firma abgelaufen, und dann soll möglichst bald die lang ersehnte Sanierung beginnen. Zwischen der Schleuse 51 und 52 auf Höhe der Liegewiese soll der Radweg dann komplett erneuert werden. Dazu sollen zuerst die Wurzeln mit speziellem Werkzeug abgefräst werden. Das stelle keinerlei Gefahr für die Bäume dar, weil diese nur ganz oben leicht beschädigt würden, meint Ernstberger.

Dann wird der Weg gleichmäßig auf beiden Seiten mit Mineralbeton aufgeschüttet. Da das Material wasserdurchlässig ist, könnten sich keine Pfützen mehr bilden. Hier wird dann das so genannte Dachprofil angewendet: Durch eine leichte Wölbung kann das Regenwasser nach links und rechts abfließen, und der Weg bleibt nicht lange nass.

Schlaglöcher füllt Bauhof auf

Zusätzlich soll ein weiterer Abschnitt in Richtung Lindelburg komplett saniert werden. In der gleichen Richtung, zwischen der Schleuse 50 und 51 gibt es außerdem einige Schlaglöcher, die bei Regen lange mit Wasser gefüllt sind. Diese werde der Bauhof der Gemeinde auffüllen, versichert Ernstberger. Die Kosten übernimmt am Ende die Gemeinde Schwarzenbruck, weil sie an dieser Stelle für die Instandhaltung des Radweges verantwortlich ist.

Jasinta Then

N-Land Der Bote
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