Mittelschule steht

Das «Haus der Mittelschule» zeigt, welche Angebote das neue Schulmodell unter seinem Dach vereint.2010/02/20100210_mittelschule_big.jpg

SCHNAITTACH/LAUF — Der neue Schulverbund Lauf-Schnaittach ist so gut wie besiegelt. Sowohl der Laufer Kinder- und Jugendausschuss als auch der Schnaittacher Finanzausschuss stimmten einhellig für den Kooperationsvertrag – die entscheidende Grundlage für die gemeinsame Aufwertung zur Mittelschule.

Beteiligt sind die Laufer Bertlein- und Kunigundenhauptschule wie bisher mit den Schülern aus Neunkirchen und Ottensoos sowie jetzt dann neu die Schnaittacher Hauptschule mit den Schülern aus Simmelsdorf. Nach nicht einfachen Verhandlungen zwischen den Rathäusern stimmten jetzt in Lauf und in Schnaittach auch die Räte in den Ausschüssen dem öffentlich-rechtlichen Kooperationsvertrag zu.

Das konnte Schnaittach erst, als die Idee vom Tisch war, dass es Investitionen an Laufer Schulgebäuden anteilig mit bezahlen müsste. Jetzt ist es so, dass jeder alleine für seine eigenen Gebäude zuständig bleibt. Im Einzelfall kann das durchaus einmal anders geregelt werden, aber dann müsste dies auch eigens so abgestimmt und beschlossen werden. Zunächst müssen jetzt aber noch der Schulverband Schnaittach am kommenden Mittwoch sowie der Marktrat und der Stadtrat jeweils am 31. März ihr Okay geben sowie alle weiteren beteiligten Gemeinden.

Dann stünde endgültig fest, dass die Schüler, die den Mittlere-Reife-Zug besuchen, künftig in die Bertleinschule gehen, während der gebundene Ganztagesunterricht in Lauf nur an der Kunigundenschule stattfindet. Alle anderen Mittelschüler sind der Bertleinschule oder der Hauptschule Schnaittach zugeordnet. Die bisherigen Sprengel gelten für die Klassen fünf bis neun weiter, allerdings kann unter Umständen jeder Schüler jeder Schule zugewiesen werden.

Ob es in Schnaittach eine gebundene Ganztagesklasse geben wird, ist nicht von vornherein festgelegt. Das hängt von der Schülerzahl ab. Über 15 müssen es pro Klasse sein. Dieses Jahr hätten sich bei den Fünftklässern 13 für dieses Angebot entschieden, also knapp zu wenig. Auch wären zwei Klassen – eine Regel- und eine Ganztagesklasse – nötig gewesen, wofür bei 28 Schülern zwei fehlten. Die Schnaittacher haben dies so geregelt, dass die 13 Schüler am Ganztagesangebot der sechsten und siebten Klassen teilnehmen können.

Rektorin Gabriela Scheicher ist guter Dinge, was die künftige Schülerzahl angeht, zumal im Verbund sich jetzt auch Kinder aus benachbarten Neunkirchener Ortsteilen für Schnaittach entscheiden können. Am Dienstag, 5. April, bietet Scheicher von 13.30 bis 16.30 Uhr einen Schnuppertag für Eltern und Kinder im Ganztageszug an.

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