Feuerwerk, Brände und Streit

Kein ganz friedliches Silvester

Das Feuerwerk bescherte Hersbrucks Altstadt (links hinten das Schloss, vorne die Scheune des Hirtenmuseums, rechts das Rathaus) einen Bilderbuchstart ins neue Jahr. | Foto: J. Ruppert2020/01/IMG-1643-scaled.jpg

HERSBRUCKER Schweiz – Willkommen 2020: Trotz der Debatte um Feinstaub und das „Böllern“ haben die Hersbrucker das neue Jahr standesgemäß begrüßt. Über eine halbe Stunde lang erhellten Raketen den Nachthimmel über allen Teilen der Stadt. In Hirschbach und in Hersbruck endeten für die Feuerwehren die Silvesterpartys mit dem Ausrücken zu Löscheinsätzen.

Beliebte Treffpunkte zum gemeinsamen Feiern im Freien waren der Hersbrucker Obere Markt, der City-Park,das Scharfe Eck, der Plärrer und die Bereiche vor den wenigen geöffneten Gasthäusern. Ganze Batterien von Raketen wurden in den kalten Nachthimmel geschossen. Das Rathaus verschwand zeitweise in Rauchschwaden.

Die vielen Hinterlassenschaften der Knallerei in der Altstadt wurden von Bauhofmitarbeitern bereits am Morgen des Neujahrstages bienenfleißig weggeräumt.

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Hersbruck: Feuer in Unterstand

Die Hersbrucker Feuerwehr wurde kurz nach dem Start ins neue Jahr gegen 0.30 Uhr alarmiert. Am Ende der Amberger Straße Richtung Hohenstadt brannten in einem Unterstand neben einem Mehrfamilienhaus Müllcontainer.

Unter Atemschutz löschen die Hersbrucker Feuerwehrleute rasch einen „Silvesterbrand´“ in der Amberger Straße. Foto: Felix Hänsch2020/01/81214022-2459888647474180-578982804344271-scaled.jpg

Vizekommandant Armin Steinbauer und etwa 30 Feuerwehrleute waren binnen Minuten mit Großfahrzeugen zur Stelle. Atemschutzträger wurden schnell Herr der Lage und konnten mit einem Wasser-Schaumgemisch vor allem ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende Gebäude verhindern.

Das BRK sicherte den Einsatz ab. Der materielle Schaden – Gerätschaften, Müllbehälter und Sperrmüll – hält sich in Grenzen. Die Ursache für das Unglück ist noch offen, ein Zusammenhang mit der Böllerei liegt aber sehr nahe.

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Hirschbach: Holzlager brennt

Auch in Hirschbach hat vermutlich das Feuerwerk in der Silvesternacht einen Brand verursacht. Ein Funke entzündete eine als Holzlager dienende Vierfachgarage. Die darin lagernden zirka fünf Ster Holz, das Garagentor und das Dach der Garage wurden beschädigt. Das Feuer konnte durch einen aufmerksamen Anwohner und den Eigentümer mittels Feuerlöscher niedergehalten werden. Die rasch eintreffenden Feuerwehren aus Hirschbach, Achtel und Eschenfelden verhinderten mit vereinten Kräften dann Schlimmeres. Die Polizei beziffert den Schaden auf etwa 2000 Euro.

Mit einem ganz anderen Fall bekamen es die Ordnungshüter in Hohenstein zu tun. In der Silvesternacht eskalierte ein seit längerem schwelender Nachbarschaftsstreit zweier Parteien eines Mehrparteienhauses. Einige Personen fühlten sich durch die überschwängliche Neujahrsfeier gestört.
Drei Personen lieferten sich eine handfeste Auseinandersetzung. Letztlich ging einer der Streithähne zu Boden, hatte Schmerzen im Rücken und blutete an der Unterlippe. Ein anderer Mann schürfte sich den Ellenbogen auf. Die Polizei konnte die Streitenden trennen. Ärztliche Versorgung benötigte niemand.

Reichenschwand: Hakenkreuze auf Bank

In der Nähe des Reichenschwander Bahnhofs fielen einer Hersbrucker Streife in der Silvesternacht zwei Jugendliche auf. Sie trugen mehrere unterschiedliche Radkappen bei sich. Die konnten zwei geparkten Pkw zugeordnet werden. Von einem weiteren abgestellten Auto hatten der 15- und 16-Jährige den Heckscheibenwischer abgebrochen und in eine vereiste Parkbank zwei Hakenkreuze gezeichnet. Die beiden Jungen wurden an die Eltern übergeben, sie erwartet eine Anzeige.

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