Analyse zur Landratswahl im Nürnberger Land

Wer konnte wo punkten?

Landrat Armin Kroder und Ehefrau Britta verfolgen die ersten Ergebnisse der Landratswahl am Wahlabend. FDP-Mann Markus Lüling, der es nicht in den Kreistag schaffte, ruft die Resultate auf seinem iPad ab. Foto: Chemnitz2014/03/79348_wahlabendluelingkrodersipad_New_1395245764.jpg

NÜRNBERGER LAND — 57,52 Prozent der Wähler im Nürnberger Land gaben dem amtierenden Landrat Armin Kroder am 16. März ihre Stimme und verhalfen ihm so schon im ersten Wahlgang zu seiner zweiten Amtszeit. Doch in welchen Gemeinden war Kroder besonders stark und wo konnten seine vier Konkurrenten punkten? Die PZ hat die Ergebnisse analysiert.

Eines vorneweg: Armin Kroder (Freie Wähler) bekam in allen 27 Gemeinden im Nürnberger Land die meisten Stimmen aller fünf Kandidaten. In 13 Kommunen erhielt er über 60 Prozent, in seiner Heimatgemeinde Neunkirchen sogar 75,21 Prozent. Besonders stark schnitt er außerdem in Happurg (67,63%), Leinburg (67,50%), Schnaittach (66,66%) und Kirchensittenbach (66,62%) ab. Weniger als die Hälfte der Stimmen bekam er nur in Schwaig (47,41%), Schwarzenbruck (45,34%) und Feucht (43,34%). Insgesamt konnte Kroder im nördlichen und östlichen Landkreis besser punkten, als im Süden.

Für Cornelia Trinkl, die CSU-Kandidatin, war die Wahl eine große Enttäuschung. Nur 19,77 Prozent der Wähler wollten ihr Kreuzchen bei der Röthenbacher Stadträtin und Vorsitzenden der CSU-Kreistagsfraktion machen. Am meisten Stimmen holte sie in Winkelhaid (27,68%) und in ihrer Heimatstadt Röthenbach (26,74%). Auch in Engelthal (26,38%) und Schwaig (26,38%) verbuchte sie mehr als ein Viertel der Stimmen für sich. Ganz schwach waren dagegen ihre Ergebnis in Neunkirchen (11,41%) und der Kreisstadt Lauf, wo sie nur 13,55 Prozent der Wähler überzeugen konnte. In Henfenfeld landete sie mit 16,22 Prozent sogar hinter SPD-Kandidat Alexander Horlamus (18,68%).

Der Jurist konnte seine besten Resultate in Schwarzenbruck (19,14%) und Feucht (19,08%) verbuchen. In zwölf Kommunen knackte er allerdings nicht einmal die Zehn-Prozent-Hürde. Als katastrophal können die Ergebnisse in Alfeld (3,48%) und Kirchensittenbach (4,63%) bezeichnet werden, wo er nicht einmal fünf Prozent schaffte. In acht Kommunen blieb er sogar hinter der Kandidatin der Grünen, der Hersbrucker Tierärztin Ulrike Eyrich zurück. Diese liegen – mit Ausnahme von Simmelsdorf – alle im Osten des Landkreises, wo Horlamus keinen Fuß auf dem Boden brachte.

Stark war dort dagegen „Lokalmatadorin“ Eyrich, die in ihrer Heimatstadt Hersbruck sogar 16,93 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinigen konnte und nur ganz knapp hinter Trinkl mit 17,22 Prozent landete. Die Grüne war außerdem stark in Henfenfeld (12,81%), Pommelsbrunn (12,80%), Vorra (12,33%) und Schwaig (12,25%). Schlecht lief es für die 55-Jährige dagegen in Neunkirchen (3,42%) und Leinburg (4,36%). Ansonsten konnte sie überall mindestens die Fünf-Prozent-Marke überspringen.

Der Republikaner Oliver Waßmann war im Landkreissüden am stärksten: In Schwarzenbruck erreichte er 2,32 Prozent, in Feucht 2,13% und in Winkelhaid 2,04%. Ansonsten blieb er überall unter zwei Prozent und kam in sechs Gemeinden vor allem im Osten des Nürnberger Lands – Rückersdorf, Vorra, Hartenstein, Velden, Engelthal und Kirchensittenbach, wo er mit 0,6 Prozent sein schwächstes Resultat erzielte – nicht einmal auf ein Prozent.

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