Neues Konzept

Flussbad bis Skywalk: So will der Landkreis mehr Touristen anziehen

Einzelne Mountainbike-Strecken, etwa in Schwarzenbruck, gibt es bereits, ein Konzept für den gesamten Landkreis hingegen nicht. | Foto: Herbert Bauer2023/01/3547029bc0bc9a9bd94b7017042eee80c28e0f52_max1024x.jpeg

NÜRNBERGER LAND – Das Touristische Infrastrukturentwicklungskonzept für das Nürnberger Land ist fertiggestellt. Es soll einen sanften, naturnahen und familienorientierten Tourismus im Landkreis stärken und als Inspirationsquelle für Gemeinden und Privatleute dienen.

Herzstück des Konzepts sind fünf Leuchtturmprojekte, die aus gutachterlicher Sicht den Landkreis mit einer „touristischen Strahlkraft“ ausstatten. Beispiele für solche Projekte sind etwa die Anlage eines Mittelaltergartens in der Burg Veldenstein, die Schaffung eines koordinierten Mountainbike-Angebots oder ein sogenannter Skywalk an der Festung Rothenberg.

Flussbäder reaktivieren

Von genauso großer Bedeutung sind sechs Maßnahmenpakete, die im Gegensatz zu den Leuchtturmprojekten eher in die Breite zielen, so dass neben den Gästen vor allem die Einheimischen profitieren. Ein Punkt ist, dass es dem Landkreis an Badegewässern für die heißen Sommermonate fehlt. Mit der Folge, dass die bestehenden Seen oft völlig überbelastet sind. Eine mögliche Lösung ist laut dem Konzept, alte Flussbäder an der Pegnitz zu reaktiveren.

„Sanften Tourismus stärken“

Wichtig sei allen Beteiligten, keine überlaufenen Rummelplätze zu provozieren, sondern einen sanften, für Landschaft und Menschen gut verträglichen und über die Fläche verteilten Tourismus zu schaffen. „Das Konzept passt gut zum Nürnberger Land, weil es in die Fläche hineinwirken und einen sanften Tourismus stärken will und auf rigorose Maßnahmen verzichtet“, sagt Landrat Armin Kroder.

In Auftrag gegeben hatte das Konzept die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Nürnberger Land, ein gemeinnütziger Verein, in dem alle 27 Kommunen des Landkreises, regionale Verbände und Bürger zusammengeschlossen sind. Das Konzept wurde sowohl im Kreistag als auch in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung vorgestellt. Es enthält eine ganze Reihe von Vorschlägen.

Umsetzung kann beginnen

Nun ist es an den Märkten, Städten, Gemeinden und Privatleuten, einzelne Maßnahmen auszuwählen und umzusetzen. Dabei werde auch seine Abteilung unterstützen und Bemühungen koordinieren, lässt Bernd Hölzel, Leiter der Kreisentwicklung, wissen. Das Touristische Infrastrukturentwicklungskonzept wurde einstimmig von der Mitgliederversammlung verabschiedet und auch im Kreistag begrüßt. Finanziell unterstützt wurde das Projekt aus Mitteln der EU (Leader) und des Landkreises.

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