Bürgerinitiative

Spielplatz in Kirchensittenbach entstand vor über 20 Jahren

Sind stolz auf ihren Spielplatz: Regine Hahn-Schuller, Erich Pörner (hinten, v.l.) und Bürgermeister Klaus Albrecht (r.) zusammen mit Erzieherin Anette Schütze (hinten, 2.v.r.) und Kindern des Kindergartens. | Foto: M. Gundel2020/07/DSC-1446.jpg

KIRCHENSITTENBACH – Seit über 20 Jahren können die Kinder in Kirchensittenbach nach Herzenslust toben und spielen, denn seitdem gibt es den Spielplatz in der Mitte des Ortes. Vor zwei Jahrzehnten war es eine Initiative aus engagierten Bürgern, die das Vorhaben in die Hand nahm.

„Das wäre doch ein guter Ort für einen Spielplatz“, dachte sich Regine Hahn-Schuller 1994, als sie die mit Metallcontainern vollgestellte Wiese neben dem Kindergarten entdeckte. Diese diente der Gemeinde als Lagerplatz. Als damalige Gemeinderätin reichte Hahn-Schuller zwei Jahre später einen Antrag bei der Gemeinde ein. Nachdem die ihren Segen zu dem Projekt gegeben hatte und die Fläche unentgeltlich zur Verfügung stellte, gründete sich 1998 die „Initiative Kinderspielplatz Kirchensittenbach“.

Es folgte eine Informationsveranstaltung für die Bürger, Spendenaufrufe und -sammlungen und mit der tatkräftigen Unterstützung vieler engagierter Helfer aus dem Dorf entstand nach und nach der neue Treffpunkt. Bis zur Fertigstellung 1999 kamen insgesamt etwa 7000 D-Mark an Unkosten zusammen. Einen Großteil davon konnte die Initiative aus Spenden von Privatleuten, Firmen und Vereinen finanzieren.

Bürger packten an

Doch der Zusammenhalt im Dorf zeigte sich nicht nur finanziell: Die Spielgeräte wurden fast alle selbst gebaut, vom Klettergerüst bis zum Rutschturm. Ein glücklicher Umstand sorgte zudem dafür, dass die Engagierten recht günstig an zwei Rutschen und ein Spielhaus kamen: Erich Pörner, einer der Mitinitiatoren, arbeitete damals bei der Stadt Nürnberg und bekam mit, dass in einem ehemaligen amerikanischen Wohnviertel Spielgeräte abgerissen wurden. „Da habe ich den Baggerfahrer gefragt, ob er sich nicht noch etwas Zeit lassen könnte, denn wir wären an den Geräten interessiert“, erzählt Pörner.

Und so kam nach ein paar Telefonaten „ein hoch offizieller Kaufvertrag zwischen der Bundesfinanzverwaltung, vertreten durch das Bundesvermögensamt Amberg und der Gemeinde Kirchensittenbach“ zustande, sagt Pörner, immer noch überrascht. Für einen symbolischen Wert von 150 Euro hatte sich die Initiative die neuwertigen Spielgeräte gesichert.

Seitdem hat sich der Platz zum „festen Treffpunkt für Kinder und Eltern“ etabliert, erzählt Hahn-Schuller. 20 Jahre lang übernahm der Verein die Pflege und Instandhaltung – immer wieder mit Unterstützung der Gemeindearbeiter und engagierter Helfer, wie einem Arrangement mit dem Obst- und Gartenbauverein, der seinen Rasenmäher zur Verfügung stellt.

Helfer willkommen

Seit vergangenem Jahr kümmert sich hauptsächlich die Gemeinde um den Spielplatz. Denn durch die Erweiterung des angrenzenden Kindergartens müssen die einzelnen Gruppen auf den Platz ausweichen. „Freiwillige Helfer sind aber weiterhin willkommen“, sagt Hahn-Schuller.

Bürgermeister Klaus Albrecht zeigte sich dankbar, dass allen voran Pörner und Hahn-Schuller über so viele Jahre ein Auge auf den Platz hatten. „Wenn es keine Ehrenamtlichen gäbe, hätte die Gemeinde keine Chance“, machte er deutlich.

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