Spendenaktion in Lauf

Kinder backen „Waffeln gegen Waffen“ für die Ukraine

Aus ihrer spontanen Idee ist ein Erfolgsprojekt geworden: Emilia Wetzel, Finn Wetzel, Unna Wetzel und Sonja Sturm (v.l.) verkaufen in dieser Woche Waffeln in der Beethovenstraße. Ihre Einnahmen gehen an Menschen in und aus der Ukraine. | Foto: Beck2022/03/waffeln-fur-die-ukraine.jpeg

LAUF – Die Bilder aus der Ukraine haben drei Laufer Geschwister so schockiert, dass sie spontan ihre eigene Spendenaktion aus der Taufe hoben. Sie wollen den Menschen in und aus dem Kriegsgebiet helfen und verkaufen deswegen Waffeln im Laufer Musikerviertel. Und ihr Projekt kommt gut an.

Ein besonders guter Duft zieht am Mittwochnachmittag durch die Beethovenstraße im Laufer Musikerviertel: Der Geruch von frisch gebackenen Waffeln. Direkt gegenüber des Hermann-Keßler-Stifts steht der improvisierte Verkaufsstand der Geschwister Wetzel, die hier ihre eigene Spendenaktion für die Menschen in und aus der Ukraine auf die Beine gestellt haben. „Wir wollten mehr tun, als unser Taschengeld spenden, und sind spontan auf die Idee mit den Waffeln gekommen“, sagt die 16-jährige Emilia Wetzel.

Gesagt – getan, am Dienstag fassen die Geschwister Emilia, Finn (11) und Unna (14) ihren Entschluss und noch am gleichen Tag rühren sie den Teig, malen ihre Plakate mit Sprüchen wie „Waffeln statt Waffen“ und ziehen Stromkabel vom Nachbarhaus zu ihrem Stand an der Straße.

Ein voller Erfolg

Die Verbreitung ihrer Aktion über die sozialen Medien, die Benachrichtigung von Bekannten und der wohl gesonnene Wettergott sorgen dafür, dass die Geschwister und ihre helfenden Freunde bereits am ersten Tag fast 200 Euro Spenden sammeln. Am Mittwoch ist der Andrang erneut groß und auch am heutigen Donnerstag werden in der Beethovenstraße von 15 bis 17 Uhr wieder Waffeln gebacken. Das Geld will die Familie auf das ARD-Spendenkonto Nothilfe Ukraine überweisen.

„Es ist so traurig, was gerade in der Ukraine passiert“, sagt Finn. „Die Menschen dort brauchen Hilfe.“ Die Geschwister und ihre Freunde haben im Unterricht am Laufer Gymnasium über den Krieg geredet, „in der Pause haben meine Freundin und ich dann die Nachrichten auf tagesschau.de gelesen“, sagt Emilia.

Viel Lob

Für ihre Aktion haben die jungen Sammler schon viel Lob von Passanten und Bekannten bekommen. Auch die Bewohner des Hermann-Keßler-Stifts bestellen ihre Waffeln nun beim Stand auf der anderen Straßenseite. 

Die 14-jährige Unna hofft, dass die Spenden an der richtigen Stelle ankommen werden und spricht den Menschen in und aus der Ukraine direkt Mut zu: „Wir stehen hinter euch und wollen euch helfen.“

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