Tipps vom Leiter des Gesundheitsamts

Grippeimpfung soll Ärzte entlasten

Grippeimpfung soll Ärzte entlasten. | Foto: GettyImages/Andrey Popov2020/09/Impfen-Grippe-influenca-AndreyPopovGettyImages-1176189434.jpg

NÜRNBERGER LAND – Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken, statt im Park oder im Biergarten trifft man sich wieder in geschlossenen Räumen, die sprichwörtliche Erkältungszeit beginnt. Und damit stellt sich für viele Menschen wie jedes Jahr die Frage: Sollte ich mich gegen die Grippe impfen lassen?

Eine klare Meinung dazu hat Dr. Hanspeter Kubin, der Leiter des Gesundheitsamtes im Nürnberger Land. „Natürlich ist es gut, sich gegen die Influenza impfen zu lassen“, betont er. Zwar gebe es dadurch keinen hundertprozentigen Schutz, aber: Je mehr Menschen geimpft sind, desto schwerer haben es die den Menschen betreffenden Influenzaviren A und B, sich weiterzuverbreiten. Deshalb sollten sich nicht nur Schwangere und ältere Menschen impfen lassen, sondern möglichst viele Menschen.

Entlastung für Ärzte

Mit der Grippe ist schließlich nicht zu spaßen: Tagelanges hohes Fieber, Reizhusten, Schmerzen. Schwere Verläufe bei immungeschwächten Menschen können gar zum Tod führen. „Wenn ich eine Erkrankung, die schwer verlaufen kann, vermeiden kann, entlaste ich damit die niedergelassenen Ärzte“, so Kubin, der sich auch selbst impfen lässt. Im Winter seien die Wartezimmer vieler Arztpraxen voll, hinzu komme in diesem Jahr auch noch die Corona-Pandemie.

Doch warum muss man sich jedes Jahr erneut impfen lassen? Inzwischen hat es sich bei den meisten Menschen herumgesprochen: Das Grippevirus aus der Gruppe der RNA-Viren mutiert ständig, auf eine frühere Impfung ist ein Jahr später kein Verlass mehr.

Impfung einmal im Jahr

Die aktuellen Impfstoffe im Winter auf der Nordhalbkugel basieren deshalb auf dem im vorherigen Halbjahr auf der Südhalbkugel verbreiteten Influenzavirus, so Kubin. Auf diese Weise versucht die Medizin, immer möglichst aktuell zu sein. Wer sich also gegen die Grippe wappnen will, kommt an einer Spritze pro Jahr nicht vorbei.

Nach etwa zwei Wochen haben sich die Antikörper gebildet, so Kubin, der Schutz ist also vorhanden und hält dann bis ins Frühjahr. Weil die meisten Influenzafälle erfahrungsgemäß ab Dezember auftreten, sollte man sich bis spätestens Mitte November impfen lassen, rät der Leiter des Gesundheitsamtes. Am Impfstoff mangele es nicht.

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