Franken vs. Thüringen

In Feucht ging’s um die Wurst

Hier liegen sie friedlich nebeneinander, doch herrscht zwischen ihnen eine Art Erb-Konkurrenz: Kleine Nürnberger und große Thüringer. Der Bratwurst-Gipfel um die besten Würste lieferte in Feucht ein überraschendes Ergebnis. | Foto: Wilcke2019/06/Feucht-Bratwurst-Contest-1.jpg

FEUCHT – Na, Prost Mahlzeit! Beim großen Bratwurst-Gipfel zwischen der FG Feucht-fröhlich und den Thüringer Faschingsfreunden des KC Alach waren Jury und Publikum gefragt. Das Ergebnis war aus fränkischer Sicht verheerend.

Zahlreiche Besucher kamen zum Bratwurst-Duell am Feuchter Sparkassenplatz zwischen den Langen und den Kurzen, dessen Erlös teilweise an die Lebenshilfe Nürnberger Land geht.  Nach Begrüßung der Alacher durch Feucht-fröhlich-Präsident Pascal Czerwek konnte auch Ronny Junghanß vom KC Alach mit seinen Aktiven loslegen.

Hunderte Würste verputzt

Wie gut den Gästen die Würste schmeckten, war erkennbar, als Ronny Junghanß um 17.30 Uhr verkündete, dass auch die letzte der mitgebrachten Bratwürste aus Alach verspeist war. Feucht-fröhlich war da im Vorteil, weil ihr Lieferant von der Thalheimer Bauernwurst Deuerlein nachliefern konnte. Vom Sterne-Gasthaus Rottner kam ein eigens kreierter Senf dazu.

Die Jury stimmt ab, v.l.: Michael Hose, Uschi Klein und Konrad Rupprecht. Foto: Wilcke2019/06/Feucht-Bratwurst-Contest-3.jpg

Mit Spannung wurde dann die Prämierung der besten Bratwurst erwartet.
Weil die für die Jury vorgesehenen Bürgermeister aus Erfurt und Leutschach nicht anwesend sein konnten, übernahmen neben Konrad Rupprecht als Hausherr, die Bezirkspräsidentin von Mittelfranken des Fastnachtverbands Franken, Uschi Klein, und der Erfurter Stadtrat Michael Hose als Vertreter die Jury-Positionen.

Unterschiedlichste Zubereitungsarten der beiden Bratwürste warteten auf die Jury. Ob gebraten oder paniert, als Sülze, sauer eingelegt oder in einem Knödel verarbeitet, die Wahl war nicht einfach. Schließlich musste sich für eine Art entschieden werden.

Punktsieg für Thüringen

Mit 5:4 Stimmen ging die Wertung der Jury an Thüringen. Der Jubel darüber wurde bei den Alacher Gästen noch größer, denn um 18 Uhr stand das Ergebnis der Publikumsabstimmung fest: Pascal Czerwek und Ronny Junghanß schienen ihren Augen nicht zu trauen. Für Franken gab es 82 Stimmen und für Thüringen 220 – ein eindeutiger Sieg, der mit einem Pokal für die Alacher belohnt wurde.

Für drei Besucher gab es dann noch eine Überraschung. Die Nürnberger Volksfestkönigin Christina Späth zog die Gewinner, darunter ein riesiger Spezialitätenkorb, ein Minigrill und ein kleiner Delikatessenkorb.

Eine Revanche ist für das kommende Jahr, dann in Alach, geplant.

N-Land Anita Wilcke
Anita Wilcke