Geförderte Stelle

Dekanat Hersbruck sucht FSJler für Kindergarten

Einige Kirchengemeinden im Dekanat suchen FSJler für ihre Kindergärten. Sie sollen die Erzieher beim Spielen, Toben und Lernen entlasten. | Foto: ©Krakenimages.com - stock.adobe.com2021/08/AdobeStock-297205127.jpeg

HERSBRUCKER SCHWEIZ – „Die Auswirkungen des Lockdowns sind bei den Kindern, aber auch bei den Mitarbeitern spürbar“, findet David Geitner. Daher beteiligt sich das Dekanat Hersbruck am Corona-Aufholprogramm für Kinder und Jugendliche.

Eine nötige und sinnvolle Sache der Bundesregierung, ist der Diakon überzeugt: „Es ist eine Gruppe, die in der Pandemie gar nicht so präsent war.“ Aber auch die Erzieher in den Kitas und Kindergärten hätten „Übermenschliches geleistet“.

Um sie künftig etwas zu entlasten, hat sich das Dekanat entschieden, über diese Möglichkeit weitere Stellen für ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) in kirchlichen Kindergärten zu schaffen. Denn: Die Bundesmittel fließen an den Freistaat und von dort zu einem freien Träger – „in unserem Fall die Diakonie Bayern“, erklärt Geitner.

Ein Jahr länger

Das Schöne für Diakonie, Dekanat und Kirchengemeinden: „Der Bund zahlt die Stellen zu hundert Prozent.“ Voraussetzung: Es sind bereits FSJ-Plätze vorhanden. Nachdem seitens einiger Kirchengemeinden – Geitner betreut einige als Geschäftsführer der Kindertagesstätten in Alfeld, Engelthal, Förrenbach, Happurg, Hohenstadt, Pommelsbrunn, Schnaittach und Vorra – Interesse bestand und das Programm auch kommendes Jahr noch läuft, waren sich laut Geitner alle einig, es auf alle Fälle zu versuchen, Bewerber zu finden. „Wenn sich jetzt zum 1. September oder 1. Oktober niemand bewirbt, dann vielleicht 2022.“

Ob jetzt oder später, die vier Zusatzkräfte, die gesucht werden, sollen eine individuellere Förderung im Kindergarten ermöglichen: „Die jungen Leute können unser pädagogisches Personal unterstützen, das dann mehr Zeit für auffälligere Kinder hat.“

Wichtig sei es daher, dass die Bewerber, die 16 Jahre alt sein müssen, ein Interesse am Menschen mitbringen und sich selbst weiterentwickeln wollen: „Kinder sagen einem ja deutlich, was man kann und nicht.“ Dieses Jahr, in dem man für Vollzeit-Arbeit etwa 400 Euro Taschengeld erhält, kann für die Fachausbildung zum Erzieher angerechnet werden, weiß Geitner.

Einmal reinschnuppern

Über einen der vier möglichen FSJler würden sich die evangelischen Kindergärten in Schnaittach, Engelthal, Pommelsbrunn, Hohenstadt, Happurg und Vorra freuen, verrät Geitner. Bis auf fünf Wochen Blockseminar mit dem diakonischen Träger seien die jungen Leute immer in der Einrichtung. Bei diesen so genannten Bildungstagen stünden unter anderem Erlebnispädagogik oder die eigene Rolle im Fokus. „Auf diese Weise schnuppert man in die soziale Arbeit rein“ – in Theorie und Praxis.

Wer sich für eine FSJ-Stelle interessiert, sendet eine formlose Bewerbung mit Lebenslauf und Angabe des Wunschortes ans Dekanat Hersbruck. Weitere Infos unter www.miteinander-freude-leben.de/

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