Voraussichtlich bis August

Bauarbeiten an der Laufer Burg: Kaiser Wenzel bekommt einen neuen Anstrich

Wohl bis August wird der Eingang zur Laufer Wenzelburg eingerüstet bleiben, heißt es vom Staatlichen Bauamt. | Foto: Beck2022/04/einr_stung_laufer_wenzelschloss_kaiser_wenzel_lauf_120422_beck-crop.jpeg

NÜRNBERGER LAND – Laufer, die am Dienstagmorgen am Wenzelschloss vorbei kamen, haben es wohl sofort bemerkt: Der südliche Turm und damit der Eingang der Burg ist bis zum Giebel der Sandsteinfassade eingerüstet. Das wird wohl bis August so bleiben, sagt Peter Lang vom Staatlichen Bauamt Erlangen-Nürnberg.

Die Turmfassade des Denkmals inklusive des Giebels wird saniert. Teil der Arbeiten ist die Restaurierung des Kaisers Wenzel, der als steinerne Statue über dem Tor thront. „Obwohl die Statue wohl im Baujahr der Burg, also 1360, aufgestellt wurde, ist sie in einem guten Zustand“, sagt Lang.

Nach der Prüfung des Sandsteins wird der Miniatur-Kaiser, wie auch die Turmfassade, mit einem Kieselsäure-Anstrich gefestigt und gesäubert. Sein Gesicht bekommt Wenzel trotzdem nicht wieder. „Es wurde vermutlich im zweiten Weltkrieg von Soldaten als Zielscheibe benutzt. Da es keine Fotos des Gesichts im Original gibt, können wir es auch nicht wiederherstellen.“

2023 soll die Sanierung der Südfassade folgen. Sie wird unter anderem von Moos und alten Zementresten befreit, die in den 1970er Jahren zur Sanierung verwendet wurden, obwohl sie den Stein nach heutigem Wissen schädigen. „Alle 15 bis 20 Jahre finden diese Restaurierungen statt,“ sagt Lang. Die noch zu berechnenden Kosten trägt der Freistaat Bayern. 

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