Benefizaktion der Lions

Mittagsbegegnung, Spezial-Laptop und Defibrillator

10. 000 Euro Reinerlös der diesjährigen Benefiz-Aktion des Altdorfer Lions-Clubs wurden gesplittet und so in drei Fällen wertvolle Hilfe geleistet. Vor dem Konzert mit Wolfgang Haffner, wurden die Schecks überreicht. Das Bild zeigt (v. r. ): Schatzmeister Manfred Göhring, Lions-Präsident Dr. Michael Wengler, Pfarrerin Ursula Kronenberg, Oberstudiendirektorin Regina Fleischer, Leibniz-Gymnasium, Past-Präsident Christian Meyer-Günderoth, Stefanie Berghoff und ihre Betreuerin. Foto: Lorenz Märtl2015/07/Lios_Benefiz_Altdorf.jpg

ALTDORF – Zufriedene Gesichter bei den Verantwortlichen der Altdorfer Lions, weil auch in diesem Jahr die Benefizaktion ein voller Erfolg ist. Insgesamt 10.000 Euro konnten zu Beginn des restlos ausverkauften Benefiz-Konzerts mit Wolfgang Haffner (wir werden darüber noch berichten) verteilt werden. Freuen durften sich die Evangelische Kirchengemeinde Altdorf, das Leibniz-Gymnasium und Stefanie Berghoff.

Die vollbesetzte Tribüne im Historischen Hof des Wichernhauses war der richtige Rahmen für die Überreichung der Schecks. Für Dr. Michael Wengler war der Abend die Premiere seiner am 1. Juli begonnenen Präsidentschaft. Und so freute er sich ganz besonders über das volle Haus, vor allem deswegen, weil das Publikum mit dem Kauf der Eintrittskarte für das Benefiz-Konzert mit Wolfgang Haffner den Löwenanteil zum Gesamterlös beitrug.

Unter den Gästen begrüßte er Altdorfs 1. Bürgermeister Erich Odörfer und den Vorstandsvorsitzenden der Rummelsberger Anstalten, Rektor Dr. Breitenbach.

Getreu dem Motto der Lions „We serve“ bleibe man in Altdorf der guten Tradition treu und unterstütze auch in diesem Jahr gemeinnützige Projekte und bedürftige Menschen. Er erinnerte daran, dass man in der Geschichte der Altdorf Lions bisher dafür insgesamt 250.000 Euro aufgebracht hat. Heute würden weitere 10.000 Euro dazu kommen.

Erstmals sei man in diesem Jahr bei der Suche nach einem Verwendungszweck andere Wege gegangen. Er dankte der Heimatzeitung „Der Bote“, deren Leser aufgerufen waren, Projekte und Personen vorzuschlagen.

Insgesamt gingen 13 Vorschläge ein. Die Qual der Wahl hatten der bisherige Präsident Christian Meyer-Günderoth, Schatzmeister Manfred Göhring und Volker Deeg, die sich die Aufgabe nicht leicht machten. Dr. Wenglers Dank galt den Einsendern der Vorschläge, von denen einige im Publikum saßen, die bei der Auslosung das Glück hatten und Karten für das Konzert gewannen.

Der erste Scheck in Höhe von 1000 Euro ging an das Leibniz-Gymnasium Altdorf für die Anschaffung eines Defibrillators. Anlass für die Anschaffung ist ein Vorfall, bei dem es um den Herzstillstand eines Schülers ging. Der habe aufgezeigt, „dass die Schule mehr vorsorgende Maßnahmen treffen muss.“ Den Scheck nahm die Leiterin des Gymnasiums, Regina Fleischer, entgegen.

Über 2500 Euro durfte sich Stefanie Berghoff, die in einer Wohngruppe des Wichernhauses lebt, freuen. Nach einem schweren Verkehrsunfall ist sie neben anderen Einschränkungen blind und stumm. Ihr Wunsch nach einem Spezial-Laptop, der ihr die Kommunikation mit der Umwelt erleichtert, kann somit erfüllt werden.

Den Löwenanteil von 6500 Euro konnte Pfarrerin Ursula Kronenberg von der Evangelischen Kirchengemeinde Altdorf in Empfang nehmen.

Damit wird das Projekt Mittagsbetreuung im neuen Gemeindehaus am Schlossplatz unterstützt. Die Mittagsbegegnung zielt darauf, sozial, integrativ und kommunikativ zu wirken.

Die Mittagsbetreuung will allen Altdorfern – mit und ohne Behinderung, mit und ohne sozialer Not – die Gelegenheit für ein Zusammentreffen bei einem Mittagessen und einem anschließenden Kaffee und Gespräch ermöglichen. Alle, die Hunger haben – Hunger auf einen warmen Mittagstisch oder ein anregendes Gespräch oder einfach auf ein Miteinander – sind dann im neuen Gemeindehaus am Schlossplatz willkommen.

Die Mittagsbegegnung hat den Anspruch, Inklusion zu leben. Sie ermöglicht einem Menschen mit Behinderung eine integrative Beschäftigung als Servicekraft bei der Essensausgabe. Zudem ist geplant, das Essen von einem integrativen Catering-Unternehmen liefern zu lassen.

Das Projekt ist gemeinnützig und zielt nur auf Kostendeckung. Die Kirchengemeinde stellt Begegnungsraum und Küche und trägt das wirtschaftliche Risiko. Der Servicekraft muss eine Begleitperson ohne Behinderung zur Seite gestellt werden, damit sie ihre Beschäftigung aufnehmen kann. Das Vorhaben erfordert zusätzliche Ausgaben in die Ausstattung der neuen Küche (Kühlschränke, Essensausgabe, etc.), die von der Kirche getragen werden. Für das Mittagessen wird ein günstiger Preis zu zahlen sein, der für den Einkauf des Essens verwendet wird.

Für die Bezahlung der Servicekraft und der Begleitperson fallen ebenfalls Kosten an. Zur Schließung dieser Lücke in der Finanzierung im Anlaufjahr sind die 6500 Euro aus der Lions-benefizaktion ein wichtiger Beitrag.

N-Land Lorenz Märtl
Lorenz Märtl