Unternehmer organisiert Sauerstoffgeräte

Indien dankt Altdorf

Aktion am Markt: „Wir bedanken uns sehr herzlich bei den Bürgern von Altdorf und Umgebung für die Unterstützung der Spendenaktion zugunsten der Krankenhäuser in Jhansi. Insbesondere gilt unser Dank einer Dame, die 500 Euro für einen Sauerstoffkonzentrator gespendet hat“, sagt Jaspal Sodhi. | Foto: Jaspal Sodhi2021/06/Altdorf-Spende_bei_Altdorfer_Bauernmarkt_190621-online.jpg

ALTDORF – Jaspal Sodhi wirbt mit seinen Mitstreitern neue Mitglieder für den Verein Sauerstoff für Indien. Und eine
indische Tageszeitung berichtet über die Übergabe von medizinischem Gerät in sechs Krankenhäusern.

In der indischen Stadt Jhansi hat die örtliche Tageszeitung Daenik Jagren (auf deutsch: Tägliche Nachrichten) mehrmals über die Hilfsaktion des Vereins Sauerstoff für Indien berichtet. Der in Altdorf von Jaspal Sodhi gegründete Verein kauft mit Spendengeldern Beatmungsgeräte und Sauerstoff-Oximeter für indische Krankenhäuser.

Sodhi stammt aus Jhansi, kennt dort die Gegebenheiten und hat Familie vor Ort. Am vergangenen Wochenende hat er zusammen mit Mitstreitern auf dem Altdorfer Marktplatz dafür geworben, Mitglied im neuen Verein zu werden, und ist nun in der Rückschau begeistert vom Interesse der Altdorfer und aller Besucher des Bauernmarkts.

Er konnte viele neue Mitglieder gewinnen und betont noch einmal, dass eine Mitgliedschaft im Verein kostenlos ist und keine Verpflichtungen damit verbunden sind. „Viele Menschen sind aber am Samstag auch auf uns zugekommen und wollten nur spenden, aber nicht Mitglied werden“, erzählt der Geschäftsmann. „Dabei freuen wir uns über jede Mitgliedschaft.“ Die Zahl der Mitglieder ist für den Verein wichtig, wenn er sich an größere Unternehmen mit der Bitte um Spenden wendet. Die machen ihre Spendenbereitschaft meist von der Mitgliederzahl abhängig.

Für den jungen Verein hat sich die Aktion jedenfalls gelohnt, die Zahl der Mitglieder ist auf über 200 gestiegen. Und es gab viele Spenden, darunter eine besonders große. „Eine Privatperson hat das Geld für ein komplettes Sauerstoffgerät gespendet“, erzählt Sodhi. Ihr Sohn sei an Corona erkrankt gewesen, berichtete die Spenderin dem Geschäftsmann. Und er habe die schwere Erkrankung auch mit Hilfe eines solchen medizinischen Geräts überlebt.

Überrascht von deutschen Behörden

Die indische Zeitung Daenik Jagren berichtete, dass der Verein sechs Beatmungsgeräte und 600 Puls-Oximeter an sechs verschiedene Krankenhäuser in der Stadt verteilt hat. Sodhi will in den kommenden Wochen Geld für weitere Sauerstoff-Konzentratoren und Oximeter sammeln. 100 000 Euro ist das Ziel des Vereins, viel Geld für die Anschaffung wertvollen medizinischen Materials.

Damit in Jhansi nichts in dunklen Kanälen verschwindet, macht Sodhi vor Ort alles so transparent wie nur irgend möglich und bezieht bei allen Aktivitäten des Vereins vor Ort die Presse mit ein. Daenik Jagren lobt die in Altdorf angestoßene Aktion in zwei Artikeln vom 10. und 11. Juni in den höchsten Tönen und staunt darüber, dass die Vereinsgründung in Deutschland so schnell vonstattenging und die Hilfe so schnell anlief. In diesem Zusammenhang lobt der Autor des Beitrags auch die deutschen Behörden, die Vereinsgründung und Eintragung unterstützt hätten. In Indien sei Vergleichbares nie möglich gewesen, betont Sodhi.

Bemerkenswert für den indischen Journalisten war auch das Engagement des Altdorfer Bürgermeisters, der den neuen Verein unterstützt. Der Beitrag schließt mit dem Hinweis auf eine Mischung aus Begeisterung und Erleichterung, die die Spenden in den sechs Kliniken hervorriefen.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.o2aidindia.com.

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