Dillberg beim Altstadtfest

Das Dillberg-Quartett will am Altstadtfest mit seiner Neopopularmusik die Bühne am Marktplatz zum Beben bringen.2011/06/dillbergaltstadtfest_New_1309439521.jpg

ALTDORF – Die Band „Dillberg“ wurde im Oktober 2006 gegründet. Bereits sechs Monate später erschien ihre erste CD „Es lohnt sich“, und genau so lautete auch das Echo der Presse. Im Jahr 2007 folgten umjubelte Auftritte, u.a. beim Bardentreffen in Nürnberg. Die zweite CD „Schicksals Schmied“ erschien im Oktober 2008 nach nur einem halben Jahr Produktionszeit. Zum Altstadfest am Samstag, 9. Juli, um 23 Uhr stehen die vier Musiker auf der Marktplatz-Bühne. Vor Dillberg spielt um 21 Uhr die Band „Giftwood“, die sich Musikinteressierte ebenfalls nicht entgehen lassen sollten.

Die ersten zwei Jahre nach Gründung der Band brachten zwei interessante Projekte: „Thommie Bayer trifft Dillberg“ – Bei diesen Konzerten lieferte die Band den Beweis, dass ihre Rocknummern auch mit wenig Strom, akustischer Gitarre und Kontrabass überzeugen. Und bei „Ernst Schultz trifft Dillberg“ spannten die Musiker einen Bogen über 40 Jahre deutsche Rockmusik mit einem der Gründer der legendären Deutschrock-Formation „Ihre Kinder“.

2009 erreichte die Combo den dritten Platz im bundesweiten Wettbewerb New Talent 2009 von regioactive.de, bei dem sich 1300 Bands beworben hatten. Der Jahreswechsel 2010/2011 brachte mit „Frau in Dunkelgrau“ den 1. Platz in den Charts auf www.track4.de. Die dritte CD – Keine Zeit für Supermänner – ist im April 2011 erschienen.

Die überzeugten Neopopularmusiker folgen keinen gängigen Klischees, sondern bewegen sich frei zwischen allen Stühlen, sie zwingen ihre Musik in keine Stilgrenzen. Das klassische Klaviersolo prägt ihren musikalischen Stil genauso wie das verzerrte Gitarrenriff.

Der komplexe Aufbau der Stücke erhält durch die sensibel eingesetzte Virtuosität der Musiker eine subtile Leichtigkeit: Die Musik begegnet dem Zuhörer scheinbar einfach, beim genauen Zuhören entpuppt sie sich jedoch als differenziert aufgebaut und spannungsvoll arrangiert.

Die neuen Rocknummern erscheinen eine Spur härter und kompromissloser als die Stücke der ersten CD. Doch der melodiöse Aspekt ihrer deutschen Rockmusik kommt dabei nicht zu kurz – Dillberg bleibt konsequent – und seiner komplexen Ausrichtung treu.

Die Songtexte erzählen von den Höhen und den Tiefen des Alltags, von Sehnsucht, vom Scheitern, aber auch von dem, was sich im Leben lohnt.

Die musikalischen Ideen und die Texte stammen in der Regel vom Pianisten und Sänger Dominik Hinney, die endgültige Form der Songs entsteht im Zusammenspiel der Musiker.

„Neopopularmusik“ deutet an, dass die Musik durchaus „populär“ ist, also bei vielen Hörern ankommen soll, aber „neo“, in einem neuen Sinn. Eben nicht auf den ausgetretenen Wegen vordergründiger Effekthascherei.

Dominik Hinney war über viele Jahre der „Sänger und Pianist“ von Noise meets Silence. Bassist Rolf Scharrer war in seinem früheren Musikerleben bei Strange Days, VOC und der Oxnbänd. Johannes Voltz, der Anfang 2011 zur Band kam, spielte Schlagzeug u.a. bei den Merlons und aktuell bei den Funkateers. Oliver Spieß ist als Gitarrist noch im Gitarrenduo Farnbach & Spieß und ebenfalls bei den Funkateers zu hören – wenn er nicht gerade Theatermusik komponiert.

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