Gottesdienst zur Einführung der neuen Eismannsberger Pfarrerin

„Dienerin mehrerer Herren“

Dekan Breu und die neue Eismannsberger Pfarrerin Barbara Overmann vor dem Einzug in die Kirche. Foto: sb/162012/07/overmann1_New_1343744401.jpg

EISMANNSBERG – Das evangelische Pfarrhaus in Eismannsberg ist wieder bewohnt. Mit großer Freude begrüßten die Eismannsberger Gemeindemitglieder Pfarrerin Barbara Overmann, die dort mit ihrem Mann einziehen wird. „Zusammenhalten, sich kümmern und schön feiern“ – diese Talente werden den Eismannsbergern nachgesagt und sie wurden auch am Festtag bestätigt.

Posaunenchor und Abordnungen der Vereine mit Fahnen, Ehrengäste und kirchliche Würdenträger zogen vom Pfarrhaus zur St. Bartholomäus/St. Andreaskirche. Pfarrer Manfred Schneider, der die Gemeinde in der vakanten Zeit betreut hatte, begrüßte alle zum Einführungsgottesdienst. „Gottes Liebe ist so wunderbar“, sangen die Kindergartenkinder gleich zu Beginn.

Dekan Jörg Breu wies auf die Neustrukturierung im Dekanat hin, bei der eine Zusammenlegung der Kirchenverwaltungen Altdorf und Eismannsberg beschlossen wurde. Pfarrerin Barbara Overmann hat ihren Dienstsitz in Eismannsberg, das eine eigenständige Kirchengemeinde bleibt. Sie ist aber auch mit einem eigenen Sprengel in das Altdorfer Team eingebunden und wird zusätzlich im Dekanat Altdorf die Aufgabe der Öffentlichkeitsarbeit übernehmen. Die Pfarrerin wird theologische Referentin für die Erwachsenenbildung im Dekanat Altdorf und damit auch für das Evangelische Forum im Nürnberger Land, dem evangelischen Erwachsenenbildungswerk mit Sitz in Hersbruck.

„Es wird auf dieser Stelle nicht immer alles toll sein, aber auch nicht immer alles schrecklich. Es wird Vielfalt sein und Lebendigkeit, aber auch Routine und Ruhe.

Und ich traue ihnen als erfahrener und kompetenter Kollegin zu, dass Sie diese Balancen austarieren“, so der Dekan. Für Barbara Overmann ist eine gesplittete Stelle kein Neuland. Bereits in früheren Einsatzbereichen war sie „Dienerin mehrerer Herren“.

Pfarrer Volker Dörrich verlas die offizielle Ernennungsurkunde von Landesbischof Dr. Heinrich Bedford–Strohm. Gedankt wurde Pfarrer Schneider, Prädikantin Kröller und den Kirchenvorständen für den engagierten Einsatz in der Vakanz.

Dekan Breu sprach von Veränderungen, die nirgends ausbleiben, auch nicht im Dekanat. In der Organisationsentwicklung gebe es seit Jahrzehnten den Begriff des „change management“, also der gesteuerten Veränderung. Die Menschen in einer Organisation werden in Panik versetzt, alles wird hektisch und dann kommt alles wieder zur Ruhe – bis zum nächsten „change“.

Sinnvoller sei es, an einzelnen Aspekten zu arbeiten und etwas zu verändern und andere Bereiche in Ruhe zu,lassen. Das entspreche den menschlichen Bedürfnissen. Eine Balance zwischen Verlässlichkeit und Veränderung, zwischen Sicherheit und Experiment, zwischen Tradition und Öffnung sei wichtig. Im Dekanat Altdorf habe man es in allen Gemeinden mit Teams und gemeindeübergreifenden Kooperationen zu tun. Lediglich in Rasch gibt es noch das Modell „eine Gemeinde, eine Kirche, ein Pfarrer“.

Nach Liedern. Lesungen und dem Einführungsgebet wurden der neuen Pfarrerin die Einführungsfragen gestellt. KV-Vertrauensmann Ulli Hirschmann, Eismannsberg, KV-Vertrauensfrau Barbara Reuter, Altdorf, Pfarrer Volker Dörrich vom Pfarrkapitel, Angelika Reither vom Präsidium der Dekanatssynode, Pfarrerin Groß, eine Kollegin aus München und Dekan Jörg Breu sprachen die Segenswünsche. Pfarrerin Barbara Overmann dankte für die guten Worte und zitierte in ihrer Predigt eine Stelle aus dem Brief des Paulus an die Philipper: „In Demut schätze einer den andern höher ein als sich selbst. Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen“. Eines Sinnes, einmütig und einträchtig sollten die Gemeindemitglieder sein.

Der Männergesangverein Eismannsberg unter der Leitung von Isolde Schlinke beteiligte sich an der Feier mit dem Lied „Glaube, Liebe, Träume“.

Nach Fürbittengebet und Segen zog die Festgemeinde unter Posaunenklängen aus der Kirche aus.

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