Kaum ein Bürger steigt noch auf Altkennzeichen um

Der Sturm ist abgeflaut

Viele konnten es gar nicht erwarten, ihr LAU gegen das N einzutauschen.2014/12/altkennzeichenbauer_New_1417532101.jpg

NÜRNBERGER LAND – Im vergangenen Jahr kamen die Altkennzeichen, auf die viele Traditionalisten sehnsüchtig gewartet hatten. Doch wie viele Autofahrer haben sich für N, PEG, HEB und ESB entschieden? Der Bote hat nachgefragt.

Im vergangenen Juli war viel los in Altdorf, in der Außenstelle des Landratsamtes. Der Grund dafür waren die Altkennzeichen, für die sich vor allem ältere Herrschaften interessierten. So tauschten einige Pkw-Fahrer aus dem Nürnberger Land ihr LAU gegen N, HEB, ESB und PEG.

Die meisten Fahrzeughalter wollten zurück zu HEB: Aktuell gibt es 4722 Fahrzeuge mit diesem Kennzeichen im Nürnberger Land. Dicht gefolgt von N, das auf 4517 Kennzeichen zu sehen ist. Weit abgeschlagen sind dagegen ESB und PEG. Während 64 Halter von LAU auf ESB umgestiegen sind, entschieden sich nur 24 für PEG. Die Zahlen beziehen alle Fahrzeuge mit ein, also auch Lkw, Motorräder und Traktoren. Die Anzahl der Kennzeichenwechsel wirkt verschwindend gering vor dem Hintergrund, dass im Landkreis über 140.000 Fahrzeuge gemeldet sind.

Günther Häusler von der Pressestelle des Landratsamtes Nürnberger Land erklärt: „Die Altkennzeichen PEG und ESB werden nur in einem sehr geringen Umfang angenommen. Zum größten Teil handelt es sich bei diesen Fahrzeugen um landwirtschaftliche Zugmaschinen, die noch aus dem Altbestand stammen dürften.“

Das Altkennzeichen HEB ist vor allem in Hersbruck und Umgebung populär, während Halter aus dem südlichen Landkreis das N bevorzugen. „Das Altkennzeichen N ist darüber hinaus für Eigentümer von Fahrzeugen interessant, die bauartbedingt ein kürzeres Kennzeichen benötigen“, sagt Häusler.

Der Ansturm auf die Altkennzeichen hat sich mittlerweile gelegt. Gibt es überhaupt noch Ausgaben der Kennzeichen, hängen diese meist mit einer Neuzulassung oder einem Halterwechsel zusammen. Ein reiner Kennzeichenwechsel sei zwischenzeitlich eine seltene Ausnahme, sagt Häusler.

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