Zwei Tage Altdorfer Altstadtfest

Ballett, Hiphop und zwei Bühnen

Tradition muss gepflegt werden: zur Eröffnung des Altdorfer Altstadtfestes gehört der Abschuss der Bonbonkanone von Schausteller Bruckner, Bürgermeister Erich Odörfer durfte Feuerwerker spielen.2014/07/altstadtfalt1_New_1404663302.jpg

ALTDORF – Ein paar Grade weniger hätten gestern dem Altdorfer Altstadtfest gut getan, aber Gott sei Dank hatten die Vereine für beschattete Plätze gesorgt, an denen man den tropisch-schwülen Temperaturen am Nachmittag Paroli bieten konnte. Ein Lob den Gästen, die trotzdem den Weg nach Altdorf fanden und ein noch größeres Lob denen, die z.B. an Grill. Backofen und Schankstellen unermüdlich und ehrenamtlich dafür sorgten, dass keiner Hunger oder Durst leiden musste.

Kleinere organisatorische Mängel, die aber ausgerechnet die aus Wiesen angereisten Musikanten und Tanzpaare betrafen und sicher bei der Nachbesprechung noch einmal zur Sprache kommen, konnten im gegenseitigen Einvernehmen geklärt werden.

Gleichzeitig mit den Südtirolern, die man vor dem Kultur-Rathaus eingeplant hatte, legte auch die Band am Stand des Handwerker Gesellenvereins los.

Die Wiesener wechselten kurzfristig zum Alpenverein vor der Laurentiuskirche, wo angesichts der sengenden Sonne im Schatten der Kastanien letztendlich sogar der bessere Platz war. Die Gäste nahmen es locker und die Zuschauer, darunter DAV-Ehrenvorsitzender Konrad Holz, dem die Freundschaft zu Wiesen besonders am Herzen liegt, geizten nicht mit Applaus.

Applaus gab es auch am Vorabend zur Eröffnung: zum einen von den Kindern für den „Segen“ aus der Bonbonkanone und vor allem für die Tanzgruppen der VHS Schwarzachtal, die den zahlreichen Zuschauern vor Augen führten, dass sich Ballett und Hiphop auf hohem Niveau auch auf einem Marktplatzpflaster tanzen lassen.

Für die Hiphopper war es die Generalprobe für die fränkischen Meisterschaften, die am nächsten Wochenende anstehen.

Bunt gemixt das musikalische Programm auf den Bühnen am Oberen und am Unteren Markt, über das wir noch ausführlich berichten werden.

Nachdem es tagsüber ja nicht so ausgesehen hatte, lachte dann pünktlich zur Eröffnung durch Bürgermeister Erich Odörfer sogar die Sonne und sorgte für ein abendliches Temperaturgefüge, das zum Verweilen einlud. Die zahlreichen Gäste aus den Partnergemeinden (siehe dazu auch Bericht auf Seite 2) genossen das Altstadtfestflair und waren durch die Bank begeistert. Für manche soll es eine sehr kurze Nacht gewesen sein, aber eine solche Feier mit Freunden erlebt man ja nicht jeden Tag. Der Sonntag startete dann mit einem Mundartgottesdienst in der Laurentiuskirche, musikalisch begleitet von den Rocking Souls.

Beim Alpenverein hatte man sich heuer anstelle des Promikletters (Uli Reichert: „Die Prominenten sind schon alle geklettert“) eine Selbstbergeaktion einfallen lassen. Wer genug Schmackes in den Armen hatte, der konnte sich mit entsprechenden Hilfsklemmen an einem Seil selbst nach oben arbeiten. Dass dies dann auch noch zu den beschwingten Klängen der Wiesener Schnogwandpläärer erfolgte, machte die Sache dann doch leichter.

Trotz Hitze und Arbeit am Stand ließen es sich die Sängerinnen und Sänger der Liedertafel nicht nehmen auch einen musikalischen Beitrag zu leisten. Eifrig unterwegs am Nachmittag die Fränkischen Straßenmusikanten und für die Kinder die Angebote des Spielmobils. Oldtimer mit zwei Rädern parkten vor dem Rathaus und im Universitätsmuseum war es bei den Führungen wenigstens angenehm kühl.

Dank der teilnehmenden Vereine, die vor allem für die kulinarische Vielfalt sorgten, konnte jeder mit dem reichhaltigen Angebot zufrieden sein.

Aktiv mit dabei waren: 1. FCA, Altstadtfreunde, Bienenzuchtverein, Bund Naturschutz, DAV, HandwerkerGesellenverein, Hubertusschützen, Kindergarten Torwiesenstraße, Liedertafel Altdorf, Lions-Club, Motorradclub Altdorf, Motorradclub Ouzo Power, Motorrad-Oldtimer-Freunde, Postsportverein (Segelflieger), SV Blaue Jungs Weinhof, Türkisch Islamischer Verein, Türkischer Elternverein, TV 1881 Altdorf – Handball, TV 1881 Altdorf – Judo und die VHS Schwarzachtal.
Lorenz Märtl

N-Land Der Bote
Der Bote