SCHNAITTACH – Am frühen Abend des letzten Sonntags im Jahr 2025 hat sich die Pfarrkirche St. Kunigund für das diesjährige Schnaittacher Weihnachtskonzert gefüllt.
Für die Mitwirkung an diesem Konzert hatte der Chorleiter der Chorgemeinschaft Schnaittach, Wolfgang Junga, den Gesangverein Egloffstein und das bunt zusammengewürfelte Flötenensemble Daniela Burmann, Susanna Dörfler, Uta Leitl und Rita von End-Saueressig gewonnen. Sie bereicherten das Konzert durch ihr Instrumentalspiel, sei es durch den eigenen Vortrag von ausgewählten Instrumentalstücken oder durch ihr einleitendes Vorspiel zu den Beiträgen der Chorgemeinschaft.
Ein sprachliches Erlebnis
Den Auftakt boten die Männer der beiden Chöre mit dem mittelalterlichen Weihnachtslied „Sys willekomen heirre kerst“. Es verschaffte bereits zur Eröffnung ein eigenes sprachlich-akustisches Erlebnis, wobei der anschließende Kanon „Nun sei uns willkommen Herre Christ“ den Sprung in die heutige Sprechweise vermittelte.
Vertraut waren die Klänge der darauffolgenden Weihnachtslieder „Maria durch ein Dornwald ging“ und „Es ist ein Ros entsprungen“. Hier hatte Komponist und Chorleiter Wolfgang Junga vierstimmige Sätze geschaffen. Ihm oblag auch die Moderation des gesamten Konzerts.
Von den Flötenspielerinnen erklang nun „Where Shall We Go“ aus „African Christmas“ als eigener Beitrag. Es folgten die traditionellen Weihnachtslieder „Puer Natus in Bethlehem“ aus dem 18. Jahrhundert und das französische Volkslied „Dort zwischen Ochs und Eselein“, wieder im vierstimmigen Chorsatz von Wolfgang Junga. „Ich steh an deiner Krippe hier“ aus der Feder von Johann Sebastian Bach hatte er ebenfalls arrangiert. „Sheep May Safely Graze“, ebenfalls von Bach, jedoch in einem anderen Arrangement, intonierte darauf die Flötengruppe.
Sogar eine Drehleier war zu hören
Nach dem scherzenden Lied „Engel gucken schon ums Eck“ von Lorenz Maierhofer und seinem „Winter-Largo“ nach Motiven aus Antonio Vivaldis „Winter“ ließ die Chorgemeinschaft das böhmische Weihnachtslied „Kommet, ihr Hirten“ erklingen. Hier verschaffte Junga den Konzertbesuchern mit seinem böhmischen Dudelsack ein seltenes Klangerlebnis. An anderer Stelle begleitete er den Chorgesang mit seiner Drehleier.
Vivaldis „Andante cantabile“, vorgetragen durch die Flötengruppe, leitete über zu stimmgewaltig dargebotenen Beiträgen des Gesangvereins Egloffstein. So erklangen „Hört den Glockenklang“ von Bond/Hager, das bekannte „Weißer Winterwald“ von Smith/Schwielow und Bernhard sowie „Wieder naht der heilige Stern“ von Maierhofer.
Zum Abschluss des Abends sangen die beiden Chöre „Heilige Nacht“ von Johann Friedrich Reichardt, den von Junga geschaffenen Kanon „Friede sei auf dieser Erde“ und gemäß Psalm 24, Vers 7–10 „Machet die Tore weit“.
„Tochter Zion“ zum Ausklang
Den Schlusspunkt setzten Flötengruppe, Gesangverein Egloffstein und Chorgemeinschaft Schnaittach gemeinsam mit den Konzertbesuchern in der gut gefüllten Pfarrkirche St. Kunigund und sangen die bekannte Komposition von Georg Friedrich Händel: „Tochter Zion“. Bei einem anschließenden „Umtrunk“ auf dem Kirchplatz mischten sich in das Lob durch das Publikum auch die anerkennenden Worte von Heinrich Bodendörfer, dem Vorsitzenden des Sängerkreises Hersbruck.
Bereits zu Konzertbeginn hatte Birgit Bauer, die Vorsitzende der Chorgemeinschaft, die Zuhörer begrüßt. Pater Ashok A. Mathew hatte den Gästen in der Pfarrkirche gewünscht, dass sie das Licht der Weihnachtszeit spüren mögen.
