Zugleich Feier von 110 Jahren Posaunenchor Ottensoos-Rüblanden

Bezirksposaunentag des Dekanats Hersbruck

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OTTENSOOS – 110 Jahre Posaunenchor Ottensoos-Rüblanden – und damit einer der ältesten Posaunenchöre im Nürnberger Land – waren Grund genug, diesen Anlass mit einem Bezirksposaunentag des Dekanats Hersbruck gebührend zu feiern. Fast 300 Bläser fanden sich zum gemeinsamen Stelldichein ein.

“Gott loben, das ist unser Amt”, mit diesem Leitspruch erfreut der Posaunenchor Ottensoos-Rüblanden nun schon seit 110 Jahren ganz Ottensoos, zu vielen Anlässen auch die Ortschaften in der Nachbarschaft und darüber hinaus.

Der Bezirksposaunentag begann mit dem Morgenblasen an vier verschiedenen Stationen in Ottensoos sowie in Rüblanden und in Weigenhofen. Die teilnehmenden Chöre spielten einige Choräle und Volkslieder, um auf den Festtag einzustimmen. Der Gottesdienst kurze Zeit später begann mit dem Eingangsstück „Nordic Fanfare and Hymn”, gespielt vom gesamten Bezirkschor, dessen musikalische Leitung Dekanatskantor Karl Schmidt übernahm.

Die knapp 300 Bläser, die aus 24 Chören des Dekanats Hersbruck und aus drei Gastchören gekommen sind, schafften eine solide Grundlage für den Gemeindegesang und zeigten ihr Können bei den verschiedenen Vorträgen. Einige Stücke wurden von Pauken unterstützt oder mit dem Schlagzeug begleitet.

Ortspfarrer Albrecht Kessel begrüßte alle Gäste zum Gottesdienst und verdeutlichte, dass 110 Jahre eine lange Zeit sind. In seinem Solostück stellte Michael Baumgart mit Gitarre und Gesang auf humorvolle Weise die unterschiedlichsten Typen von Posaunenchorbläsern vor. Dabei dürften sich alle anwesenden Bläser irgendwo wiedererkannt haben.

Unter dem Titel „Posaunenchor heißt…” stellten sich drei Bläser aus dem Ottensooser Chor mit ihren unterschiedlichen Geschichten vor, wie wichtig ihnen der Posaunenchor ist und warum sie sich dafür engagieren. Pfarrer Dr. Wolfgang Simon umrahmte diese Erfahrungen mit Bitten und Wünschen, die im Gebet vor Gott gebracht wurden.

Dazwischen ertönte vom Jubelchor der Vortrag „Herbstliche Berge” unter der Leitung von Werner Wolf und vom gesamten Bezirkschor die Stücke „Best Memories” und „Welcome”.

In seiner Predigt zeigte Pfarrer Simon mit einem kurzen Sketch einer Posaunenchorprobe deutlich auf, dass die Chöre nicht nur für die Musik zuständig sind, sondern darüber hinaus einen wichtigen gesellschaftlichen Auftrag besitzen.

Die Chorehrung anlässlich des 110-jährigen Bestehens des Posaunenchors Ottensoos-Rüblanden führte Norbert Weinecke als Vertreter des Verbands Evangelischer Posaunenchöre in Bayern durch. Er betonte, dass es im Gründungsjahr 1905 in ganz Bayern erst 30 Posaunenchöre gab und der Verband damals wie heute viel Wert auf gute Proben und die daraus resultierende, hochwertige Musik legte.

Das Standkonzert in der Mehrzweckhalle begann mit zwei imposanten Spielstücken. Der Obmann des Ottensooser Chors, Matthias Huth, begrüßte die Gäste und bedankte sich bei den vielen Bläsern für ihre Mitwirkung und bei allen, die zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben.

Zwischen den Grußworten des Ersten Bürgermeisters Klaus Falk und des Landrats Armin Kroder spielten die Bläser mehrere Volkslieder, der Jubelchor gab den „Ouernsouser” zum Besten. Das Schlusswort kam vom stellvertretenden Bezirksobmann Pfarrer Pilhofer, dem traditionell zwei Bachchoräle folgten.

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