Die Vorberichte zur Kreisliga Ost

Plötzlich auf Augenhöhe

Die Vorentscheidung: Feuchts Serdar Özivgen (Nummer 10) köpft gegen Göggelsbuch zum 2:0 ein. | Foto: Rainer Schnelle2020/10/TSV-Feucht-gegen-Goeggelsbuch-scaled.jpg

Kreisliga Ost: Gelingt dem TSV Feucht beim Spitzenreiter SV Lauterhofen die nächste Überraschung? Der SV Rasch will gegen den punktgleichen TSV Wolfstein nachlegen, der FC Ezelsdorf hat den zweitplatzierten aus Berg zu Gast.

SV Lauterhofen – TSV 04 Feucht – Rein tabellarisch betrachtet ist die Partie zwischen dem Ersten und dem Achten sicherlich nicht das Topspiel der Kreisliga Ost. Blickt man allerdings auf die Zahlen seit dem Restart wird deutlich: Beim Duell zwischen dem SV Lauterhofen und dem TSV 04 Feucht treffen die aktuell heißesten Teams aufeinander. Der Spitzenreiter gewann seine vier Partien gegen Ezelsdorf, Henger SV, Berching und Wolfstein mit einem Torverhältnis von 10:1 und untermauerte dabei die Tabellenführung.

Dem steht der TSV Feucht jedoch in nichts nach: Mit Siegen gegen Holzheim, Wolfstein, Rasch und Göggelsbuch (12:1 Tore) hat sich die Mannschaft von Trainer Jan Völkel vorerst aus der Abstiegszone heraus katapultiert. Mit Blick auf die Partie beim Spitzenreiter sagt Feuchts Trainer: „Wir haben jede Menge Selbstvertrauen, und das werden wir dort auch brauchen. Wir dürfen uns keine einfachen Fehler erlauben. Aber noch viel wichtiger ist: Wir müssen auch Fußball spielen. Wenn wir uns nur hinten reinstellen, werden sie irgendwann ein Tor machen. Dafür hat Lauterhofen vorne einfach zu viel Qualität.“

Auch Lauterhofens Coach Thomas Roth hält große Stücke auf den kommenden Gegner: „Gegen Feucht haben wir uns schon immer schwergetan. Im Hinspiel lagen wir sogar mit 0:2 zurück und jetzt kommen die bestimmt mit einem ganz anderen Selbstbewusstsein. Das wird ein Spiel auf Augenhöhe“, ist sich der SVL-Coach sicher. Druck spürt Völkel und seine Mannschaft jedenfalls keinen, den haben sich die Feuchter durch die famose Siegesserie zuletzt selbst genommen. Befreit aufspielen und schauen, was am Ende dabei rum kommt, lautet das Credo. „Natürlich können wir auch dort was mitnehmen“, sagt Völkel und ergänzt: „Sonst könnten wir uns den weiten Weg nach Lauterhofen ja auch gleich sparen.“

SV Rasch – TSV Wolfstein – Dank einer starken ersten Hälfte hat sich der SV Rasch vergangenen Sonntag beim 4:1-Sieg in Pölling etwas Luft im Abstiegskampf verschafft. Ärgerlich war hingegen der Platzverweis gegen Philip Möhrle wegen einer Tätlichkeit beim Stand von 4:0. Mit Wolfstein kommt nun der direkte Tabellennachbar, der punktgleich ist (23 Zähler), allerdings zwei Spiele weniger absolviert hat als die Gastgeber.
Da müssen wir natürlich gewinnen, keine Frage. Wir brauchen die Punkte“, ist sich Raschs Spielertrainer Florian Schmidt der Aufgabe und der engen Tabellenkonstellation bewusst.

Er selbst hatte seine Farben vergangene Woche mit zwei Treffern auf die Siegerstraße gebracht. „Vor allem hat gegen Pölling unsere Einstellung gestimmt“, sagt Schmidt rückblickend auf den 4:1-Auswärtserfolg.
Die wird auch gegen Wolfstein nötig sein, soll der Heimfluch endlich beendet werden. „Unser letzter Heimsieg datiert vom 20. Oktober 2019, mehr brauch ich dazu nicht sagen“, erwartet Raschs Trainer den ersten Dreier auf eigenem Rasen seit über einem Jahr. Während der SVR in der Auswärtstabelle den ersten Rang belegt (16 Punkte), rangiert er in der Heimtabelle mit sieben mageren Zählern auf Platz 14.

FC Ezelsdorf – DJK-SV Berg – Neun Punkte Rückstand auf Relegationsplatz zwei, vier Punkte Vorsprung auf Relegationsrang elf: Der Blick des FC Ezelsdorf muss sich auch nach dem 19. Spieltag weiter nach unten richten. Mit dem 1:1 beim TSV Berching verpasste es die Wolf-Elf, sich entscheidend von der Abstiegszone abzusetzen. „Das war schon sehr ärgerlich, weil wir einige gute Chancen haben liegen lassen“, sagt Daniel Wolf rückblickend.

Sonntagnachmittag (15 Uhr) empfängt der FCE den Tabellenzweiten, der durch den 2:1-Sieg vergangene Woche gegen den Tabellennachbarn SC Pollanten zusätzlich Selbstvertrauen geholt hat. „Eine gute Truppe, keine Frage. Aber wir schauen auf lieber auf uns und müssen unsere Chancen besser nutzen“, lautet Wolfs Vorgabe. Auch wenn die Defensive der Gastgeber zuletzt sicher stand und in den vergangenen drei Partien nur einen Gegentreffer hinnehmen musste, sollte sie ein besonderes Augenmerk auf Maximilian Bergler legen. Bergs 21-jähriger Angreifer hat bereits 17 Treffer erzielt und führt damit die Torjägerliste der Kreisliga Ost an. „Klar muss man immer aufpassen, wenn beim Gegner ein starker Torjäger drin ist. Aber unsere Viererkette macht es bis jetzt wirklich super“, bleibt Ezelsdorfs Coach entspannt.

Auch die Schienbeinschoner sollten Wolf und Co. nicht vergessen: Mit 72 gelben, drei roten und einer gelbroten Karte belegen die Gäste in der Fairnesstabelle den letzten Rang.

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren