Bezirksliga Nord

FC Hersbruck unterliegt unglücklich mit 0:1

Die entscheidende Szene beim Duell des 1.FC Hersbruck gegen den Spitzenreiter; Burc Takmac gewinnt das Kopfballduell gegen die beiden FC-Akteure Tayyip Kara und Maximilian Kim und wuchtet den Ball per Kopf zum „Goldenen Tor“ in die Maschen – auch Daniel Bergler und Torhüter Maurizio Schneider (rechts) können das Unheil nicht mehr abwenden. | Foto: M. Keilholz2020/11/redwebDSC05451-1.jpg

PEGNITZGRUND – Von den sechs angesetzten Spielen in der Bezirksliga Nord ist am Ende nur die Partie beim 1. FC Hersbruck übrig geblieben. Und für Trainer Stefan Erhardt und seine Elf waren die letzten 90 Minuten des in jeglicher Hinsicht außergewöhnlichen Jahres ein gebrauchter Auftritt.

Gegen Spitzenreiter Türkspor/Cagrispor Nürnberg wäre zwar ein Punktgewinn drin und auch verdient gewesen. Ein verschossener Foulelfmeter und eine sehr harte Ampelkarte kurz nach Seitenwechsel waren jedoch die entscheidenden Faktoren für die 0:1-Niederlage gegen den Tabellenführer, der in Überzahl durch einen Kopfball das entscheidenden Tor markierte. Der „Club“ rangiert nach der zehnten Saisonniederlage mit 30 Punkten weiter auf Rang neun. Das Polster zum Abstiegs-Schleuderrang, auf dem der in den letzten Wochen stark aufgekommene FC Ottensoos (26) steht, beträgt damit weiterhin vier Punkte.

Eine höchst unglückliche und letztlich auch nicht verdiente Niederlage musste der 1. FC Hersbruck vor der langen Winterpause hinnehmen. Aufgrund einer deutlichen Leistungssteigerung im Vergleich zu ihren jüngsten Auftritten hätte die Elf von „Club“-Coach Stefan Erhardt einen Punkt mehr als verdient gehabt. Entsprechend enttäuscht und geknickt schlichen die „Schwarz-Weißen“ nach dem Schlusspfiff vom Platz.

Schwacher Schuss

Von Beginn an entwickelte sich eine gutklassige und intensive Bezirksligapartie auf Augenhöhe. Die Gäste hatten zwar ein leichtes Übergewicht, ohne aber den „Club“ groß in Schwierigkeiten zu bringen. Die beste Gelegenheit zu einem Treffer vor der Halbzeitpause hatte denn auch der FCH. Nach etwas mehr als einer halben Stunde wurde der kurz zuvor eingewechselte Gabriel Karnoll bei einem Kopfball festgehalten – und der nicht immer ganz sichere Schiedsrichter entschied auf Elfmeter für Hersbruck. Doch der sonst so zuverlässige René Bongers ließ sich die große Chance zur Führung entgehen, seinen recht schwach geschossenen Strafstoß brachte Türkspor-Schlussmann Lukas Albracht im Nachfassen unter Kontrolle.

Nach dem Seitenwechsel dann die möglicherweise spielentscheidende Szene, als Marcel Pop für ein Allerweltsfoul seine zweite gelbe Karte sah und vom Platz musste. Trotz Unterzahl blieb der „Club“ ein gleichwertiger Gegner, hatte unter anderem durch Julian Schneider ebenso gute Möglichkeiten zu einem Treffer wie die Gäste, die zum Beispiel bei einem Lattentreffer Pech hatten. So dauerte es bis zur 77. Minute, ehe Burc Takmak nach einer Ecke aus kurzer Distanz per Kopf das „Goldene Tor“ gelang. Hersbruck warf zwar noch einmal alles nach vorne und hatte durch den eingewechselten Tobias Ascher (87.) und in der Nachspielzeit durch Philip Bauerfeld, der völlig frei am langen Pfosten verzog, noch zwei hochkarätige Gelegenheiten zum verdienten Ausgleich. Doch so standen die Hausherren am Ende trotz einer sehr guten Leistung mit leeren Händen da.

Tore: 0:1 Takmak (77.); bes. Vork.: gelb-rote Karte Pop (FCH, 50.).

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