Röthenbacher Geher bei Hallen-WM in Polen erfolgreich

Dreimal WM-Silber für Andreas Janker

Dreimal Silber hieß es im polnischen Torun für Geher Andreas Janker (Mitte, mit Schirmmütze) von der LG Röthenbach, im Bild beim Straßengehen. | Foto: Privat2019/04/Geher-Janker-Torun-oder-so.jpg

TORUN — Bei den Senioren Hallen-Weltmeisterschaften in Torun im Zentrum Polens konnte sich der Geher Andreas Janker von der LG Röthenbach drei Silbermedaillen sichern.


In den beiden Geherwettbewerben, dem 3000 Meter Bahngehen und dem 10 Kilometer Straßengehen, galt in Jankers Altersklasse M35 der polnische Profi Rafal Fedaczynski als klarer Favorit. Fedaczynski hat an den vergangenen drei Olympischen Spielen teilgenommen und sich wenige Tage vor den Wettkämpfen in Polen über 50 Kilometer für die Leichtathletik WM in Doha im Sommer qualifiziert.


Im 3000 Meter Bahngehen in der hochmodernen Leichtathletik-Arena in Torun, der derzeit modernsten Halle dieser Art in Europa, ging Andreas Janker zudem gehandicapt ins Rennen. Eine hartnäckige Zerrung machte Janker bis kurz vor den Wettkämpfen zu schaffen. Entsprechend vorsichtig ging der Röthenbacher das Rennen an und sortierte sich hinter Fedaczynski und dem Spanier Angel Blanco Hidalgo sowie dessen Landsmann Ruben Piñera Alvarez, dem Führenden der M40 Konkurrenz die gemeinsam mit der Altersklasse M35 auf die Piste geschickt wurden, ein.


Nachdem sich die beiden Spanier lange in der Führungsarbeit abwechselten, attackierte Fedaczynski nach der Hälfte des Rennens und siegte am Ende mit 12:52 Minuten. Janker, der geduldig wartete, konnte auf den letzten 1000 Metern dank eines beherzten Schlussspurts die beiden Spanier abfangen und sicherte sich vor Angel Blanco Hidalgo in 12:56 Minuten die Silbermedaille.


Das 10 Kilometer Straßengehen fand direkt vor der Leichtathletik-Halle statt und startete im benachbarten Leichtathletik-Stadion, in das es zum Zieleinlauf wieder hinein ging. Da an diesem Tag die Altersklassen M35, M40, M45 sowie die M50 in einem Rennen zusammengefasst wurden, ging ein großes Feld auf die Strecke.


Zusammen mit Rafal Fedaczynski und den beiden M45 Athleten Normunds Ivans (Lettland) und dem Mexikaner Claudio Vargas Castillo befand sich Janker von Beginn an in der Spitzengruppe. Zwei von Jankers Konkurrenten um die Medaillen, Antonio Camaño Mesa (Spanien) und der Italiener Vincenzo Verde, waren bereits nach wenigen Kilometern herausgefallen.


Einer Attacke von Topfavorit Fedaczynski konnte Janker nur kurz folgen. Da aber seine Zerrung noch nicht ganz auskuriert war und auch das damit verbundene stark reduzierte Training in den letzten Wochen mit einem Substanzverlust einherging, versuchte der 36-jährige das Rennen nun sicher ins Ziel zu bringen.


Hinter dem Mexikaner Vargas Castillo konnte Janker aber den Letten Ivzans in Schach halten und erreichte als Dritter in 45:29 Minuten die Ziellinie im Stadion, was zudem Silber in der M35 Konkurrenz hinter dem Polen Rafal Fedaczynski (44:36 Minuten) und vor dem Italiener Vincenzo Verde (46:28 Minuten) bedeutete.


In der beim zehn Kilometer integrierten Mannschaftswertung konnte Andreas Janker zudem das Deutsche Team in der Altersklasse M35 ebenfalls auf den Silberrang führen. Mit Andreas Wild und Patrick Seck konnte man sich vor Team Irland behaupten und musste sich nur den Polen geschlagen geben.


Nun blickt Andreas Janker optimistisch nach Venedig, wo im Sommer die Senioren-Europameisterschaften der Leichtathleten stattfinden werden.

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