TV Lauf und SV Schwaig Teil eines regionalen Bundesliga-Sportbündnisses

Gemeinsam stärker auftreten

Eine Eintrittskarte für alle: Das Multiticket des neuen Sportbündnisses. Es soll den Zuschauern Lust auf den Besuch weiterer Bundesliga-Vereine in der Region machen. | Foto: SBB2018/09/SBB-Multiticket-Vorderseite-net.jpg

NÜRNBERGER LAND — Am  Donnerstag gründete sich das „Sportbündnis Bundesliga im Großraum Nürnberg“ (SBB). Mit von der Partie sind die Volleyballer des SV Schwaig und die Baseballer des TV Lauf. Das neue Bündnis besteht derzeit aus Vertretern neun hochklassig spielender Vereine – 1. oder 2. Bundesliga ihrer jeweiligen Sportart −, die sich die Aufgabe gestellt haben, ihren Spitzensport stärker in der Öffentlichkeit, den Medien und für weitere Ehrenamtliche zu etablieren.

Bei einem Pressegespräch stellte sich das SBB am 13. September erstmals öffentlicht vor. Die neue Allianz konzentriert sich auf höherklassige Vereine der Region, die nicht ständig im Fokus der Medien stehen. Das Bündnis will dafür arbeiten, dass auch andere Disziplinen mehr Beachtung erhalten. Zumal diese Vereine – zwei davon aus dem Verbreitungsgebiet der Pegnitz-Zeitung – einen prägnanten Teil des in der Großregion betriebenen, leistungsorientierten Breitensports darstellen. Sie bilden sozusagen den sportlichen Mittelstand.
Die Gründungsmitglieder des SBB sind: Raiffeisen Wölfe Lauf (2. Liga, Baseball), SV Schwaig Volleyball (2. Liga), TV Eibach 1903 (Damen 1. Liga, Faustball), Falcons Nürnberg BC (2. Liga, Basketball), Hockey-Gesellschaft Nürnberg (HGN, Regional- bzw. 2. Liga), Nürnberger Hockey- und Tennis-Club (1. Liga, Nürnberger HTC), TSV 1846 Nürnberg (2. Liga, Rugby), TV 1879 Hilpoltstein (2. Liga, Tischtennis) und TSV Freystadt Badminton (1. Liga).
Damit steht das SBB stellvertretend für neun Vereine − darunter drei Erstligisten − mit insgesamt über 2000 Aktiven, die in der vergangenen Saison zusammen rund 30000 Fans anlockten. In diesen Klubs sind aktuell fünf Olympioniken sowie 13 Nationalspieler engagiert (darunter Welt- bzw. Europameister). Die Vereine bzw. deren Abteilungen zeigen sich in 20 Sporthallen und auf sieben Sportanlagen.

Ein Ticket für alle

Als erstes Gemeinschaftsprojekt wird ein so genanntes „Multiticket“ angeboten, mit dem ein Besuch bei den anderen Sportdisziplinen gefördert wird – für einen Pauschalpreis von zehn Euro pro Person. Das Ticket kann bei allen neun Vereinen an der Eintrittskasse erworben werden; ein kostenloser Besuch bei einem der Partnervereine wird dann jeweils dort abgestempelt. Die Einnahmen bleiben dem erstausgebenden Klub.
Das Ticket soll ein Anreiz für neugierige Zuschauer sein, sich auch einmal ihnen noch unbekannte Sportarten anzuschauen. Das SBB-„Multiticket“ gilt zunächst bis 31. August 2019. Es gibt dafür keinen Vorverkauf; das Ticket gibt es bewusst nur an den Kassen der Vereine.
Das SBB ist derzeit kein eingetragener Verein, sondern ein freundschaftlicher Kreis ohne wirtschaftlichen Ehrgeiz. Sprecher ist zunächst für ein Jahr Thomas Lappe vom SV Schwaig Volleyball; seine Stellvertreter sind Markus Mende (Nürnberg Falcons BC) sowie Anke Schwenk (Hockey-Gesellschaft Nürnberg).

Voneinander profitieren

Zu den Zielen des SBB gehört – neben der Steigerung der Zuschauerzahlen –, die Kommunikation und Synergien untereinander zu stärken und voneinander zu lernen, etwa beim Sponsoring und der Öffentlichkeits­arbeit. Dazu soll die mediale Aufmerksamkeit für die Partner erhöht werden, und das nicht nur in der lokalen Berichterstattung: „Wir verdienen alle viel mehr auch regionale und überregionale Resonanz“, betont Anke Schwenk.
Außerdem will man die Interessen der beteiligten Sportarten und Vereine vertreten. Markus Mende, stellvertretender SBB-Sprecher, sagt dazu: „Wir sind gerne Ansprechpartner für Politik, Sportstättenbau und -ent­wicklung.“ Eine SBB-Homepage – www.sportbuendnis-bundesliga.de − gibt es ebenso wie den Facebook-Auftritt „SBBGrossraumNuernberg“ – sowie einen Instagram-Account. Diese sollen regelmäßig mit den wichtigsten Veranstaltungs- und Ergebnishinweisen der Vereine „gefüttert“ werden.
Das Bündnis ist für alle Sportarten offen – egal, ob Hallen- oder Außensport-Anbieter. Zudem kooperieren im SBB sportarten-gleiche Vereine unkompliziert für den Erfolg der Idee. Und wie die Beispiele des TV Lauf und des SV Schwaig ebenso wie der TV Hilpoltstein oder der TSV Freystadt zeigen, ist eine Mitgliedschaft nicht streng auf die Städte Nürnberg, Fürth und Erlangen beschränkt.

N-Land Pegnitz-Zeitung
Pegnitz-Zeitung