Kinderkompetenzzentrum: Hersbruck prüft Ausbaugröße

Wieviele Stockwerke höher?

Es war klar, dass das Kinderkompetenzzentrum (im Vordergrund) aufgestockt werden soll, aber wie hoch, ist bisher noch offen. | Foto: Jürgen Ruppert2018/11/Schulverband.jpg

HERSBRUCK – „Es ist keine feindliche Übernahme“, sagte Bürgermeister Robert Ilg. Zum August 2019 sollen Happurg und Alfeld in den Mittelschulverbund Hersbruck eintreten. Der Hersbrucker Stadtrat hat diesem Vorhaben samt dem „Einkauf“ für 360.000 Euro zugestimmt.

Wie mehrfach berichtet, sinkt in Happurg die Zahl der Mittelschüler. Seit 2017 kann dort keine fünfte Klasse mehr gebildet werden. Das Schulamt möchte die Mädchen und Jungen aus dem Albachtal nach Hersbruck schicken. Norbert Dünkel war von Eltern auf dieses Thema angesprochen worden und nutzte die Stadtratssitzung für eine Klarstellung: „Happurg hatte keine andere Entscheidungsmöglichkeit und Hersbruck hat deshalb die Zusammenarbeit angeboten.“

„Wir haben uns nicht aktiv um die Erweiterung unseres Schulverbandes bemüht“, sagte auch Robert Ilg. Der Zuwachs bedeutet für Hersbruck eine Herausforderung, denn die Grete-Schickedanz-Mittelschule braucht mehr Klassenzimmer. Neben der Sanierung des Komplexes von Anfang der 1970er Jahre muss das Kinderkompetenzzentrum aufgestockt werden.

Während der Bauarbeiten will der Hersbrucker Schulverband das Happurger Schulhaus gegen Ersatz der Personal- und Sachaufwendungen nutzen. Andererseits müssen sich die Albachtalgemeinden in die Liegenschaften der Nachbarstadt „einkaufen“. Laut Schülerzahlen kostet dies Happurg rund 310.000 Euro, Alfeld fast 50.000 Euro.

Claudia Häffner wollte mehr über die zeitliche Schiene der zusätzlichen Klassenräume wissen. Ursprünglich sollten elf Zimmer dazukommen. Inzwischen gehen die Fachleute von noch mehr Schülern aus. Erst muss ein Statiker entscheiden, inwieweit das Kinderkompetenzzentrum aufgestockt werden kann. Dann gehen die Planungen weiter, sagte Stadtbaumeister Lothar Grimm.

Jürgen Amann hakte nach, ob auch die Turnhallen reichen. Für den Pflichtlehrplan schon, für Zusatzangebote wie etwa in der Ganztagesbetreuung wird es schwierig, sagte Robert Ilg. Norbert Dünkel möchte das Happurger Schulprofil der Inklusion auch in Hersbruck erhalten und erntete für den Vorschlag Zustimmung. „Es wird ein großes Angebot gezielt an einem Standort geben“, blickte zweiter Bürgermeister Peter Uschalt positiv in die Zukunft.

N-Land Jürgen Ruppert
Jürgen Ruppert