Ablauf und Streckeninfos

Über 1000 Freizeitsportler messen sich beim Landkreislauf im Nürnberger Land

Trotz Schweiß und Anstrengung: Der Landkreislauf macht Spaß und das zeigen auch die Mienen der Teilnehmer beim Start. | Foto: Ruppert/HZ-Archiv2022/07/2-Alfeld-scaled.jpeg

NÜRNBERGER LAND – Die Durststrecke ist beendet: Zum 21. Mal lockt der Landkreislauf am Samstag wieder Walker und Läufer auf die diesmal knapp 53 Kilometer lange Strecke.

Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause treffen sie auf den zehn Etappen zwischen Dehnberg und Hartenstein auf vieles Liebgewonnene, aber auch auf die ein oder andere Neuerung.

Am deutlichsten ist die noch immer nicht überwundene Pandemie an den Teilnehmerzahlen abzulesen: Gemeldet sind für heuer vergleichsweise bescheidene 83 Lauf- und 38 Nordic Walking-Teams, bei der letzten Ausgabe des Landkreislaufs im Jahr 2019 waren es noch 126 beziehungsweise 49. Unter dem Strich sind damit am Samstag ab 7 Uhr etwas mehr als 1000 Freizeitsportler dabei.

Auswirkungen von Corona

„Das hat definitiv etwas mit Corona zu tun“, sagt Lauf-Organisator Frank Richartz, „viele erholen sich noch von einer Infektion in den vergangenen Wochen oder haben sich gerade angesteckt.“ Wie zu Beweis erreicht ihn noch während er das sagt, eine Mail, in dem ihm eine weitere Mannschaft ihren Rückzug mitteilt. Zudem hätten etliche Parallelveranstaltungen für das deutlich kleiner Starterfeld gesorgt – auch das direkte Folge der Pandemie, versuchten doch viele, das kleine „Fenster“ im Sommer für ihr Fest oder Konzert zu nutzen.

Dennoch sei es ihm und den Sponsoren „sehr wichtig“ gewesen, dass der Landkreislauf überhaupt wieder stattfindet. Sehr dankbar ist Richartz deshalb, dass die Freiwillige Feuerwehr Hartenstein die Siegerehrung am Abend ausrichtet – obwohl sie ihr eigentlich am Wochenende geplantes Fest zum 150-jährigen Bestehen schon länger abgesagt hat. „Das ist sehr nett“, sagt er. Die Verpflegung übernimmt der ASB Velden, wenn auch mit nur zwei Gerichten – vegetarisch und mit Fleisch – deutlich einfacher als zuletzt.

Siegerehrung im Freien

Und die Pandemie nimmt auch Einfluss auf die Siegerehrung: Um dem Virus keine Chance zu geben, findet sie im Freien und mit entsprechendem Abstand statt, nur im (unwahrscheinlichen) Fall, dass es regnet, wird sie ins gut belüftete Parkhaus der Eckart-Werke verlegt.

Auswirkungen hat Corona auch auf den für die Letztplatzierten ausgelobten Trostpreis, eine schmucke Schnecke aus Glas samt Stadtwurstessen mit Landrat Armin Kroder: Hierfür qualifizieren sich nur Teams, die mindestens acht Läufern oder vier Nordic Walkern an den Start bringen.

Zehn Etappen beim Landkreislauf

Rein sportlich warten auf die Läufer und Walker wie immer zehn von „Streckenchef“ Gerhard Burkhardt konzipierte Etappen. Die durchaus anspruchsvolle, mit etlichen Steigungen gespickte Route führt von Lauf-Dehnberg, wo um 7 Uhr morgen der Startschuss fällt, über Heuchling, Neunkirchen, Osternohe und Hormersdorf nach Wallsdorf und Münzinghof zum Zielpunkt in Hartenstein (Verlauf und Höhenprofil unter www.landkreislauf.de ).

Ebenfalls beibehalten wurde, dass die Teilnehmer mit einem Euro pro Starter eine wohltätige Organisation im Landkreis über die Startgebühr unterstützen – dieses Mal den Naturschutzpark Wengleinpark. Im Gegenzug bekommen alle Teilnehmer als durch die Sponsoren finanziertes Geschenk ein Saunatuch.

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