Mehr Platz für den Schulsport

Freuen sich über den Neubau, der direkt an die bestehende Turnhalle (im Hintergrund) anschließt: Röthenbachs Bürgermeister Steinbauer, Landrat Kroder, Schulleiter Müller und Architekt Wanner (von links) beim Spatenstich für die neue Sporthalle an der Röthenbacher Realschule. Foto: Buchner-Freiberger2010/09/8335_New_1285862463.jpg

RÖTHENBACH (bu) — Wieder einmal sind an der Röthenbacher Realschule die Bagger angerollt. Dort wird seit kurzem an der dringend benötigten, zweiten Turnhalle gebaut. Nun erfolgte der offizielle Spatenstich.

Mit Blick auf die Baustelle, die schon relativ weit gediehen ist, stellte Landrat Kroder augenzwinkernd fest: „Wir sind froh, dass wir den Spatenstich noch vor der Einweihung geschafft haben.“

Im rückwärtigen, südöstlichen Bereich der bereits bestehenden Sporthalle entsteht auf einer Fläche von 650 Quadratmetern (die Nutzfläche wird rund 450 Quadratmeter betragen) der Neubau. Nach der Fertigstellung werden beide Hallen getrennt und lediglich durch eine Tür verbunden sein. Also keine echte Zweifachturnhalle, wie Architekt Ludwig Wanner, der bereits die komplette Schule selbst geplant hat, am Rande des Spatenstichs sagte. Diese sei für die Bedürfnisse der Schule nämlich nicht wirklich sinnvoll.

Wie notwendig die zweite Sporthalle ist, machte Rektor Peter Müller den anwesenden Kreisräten deutlich. Die bisherige Halle sei zwischen 8 und 16.30 Uhr voll ausgelastet, aus Platzmangel müsse der Sportunterricht in der fünften und sechsten Jahrgangsstufe koedukativ erfolgen, also mit Mädchen und Jungen gemeinsam. Insgesamt sieben Klassen weichen auf die Forstersberg-Turnhalle aus, was einen enormen zeitlichen Aufwand bedeute. „Deshalb sind wir heilfroh über die neue Halle.“

Denn die Röthenbacher Realschule ist – sechs Jahre nach ihrer Einweihung – ein absolutes Erfolgsmodell. Statt der geplanten 16 gibt es inzwischen 24 Klassen, wie Landrat Kroder berichtete. Bereits in der Planungsphase bestand auf Seiten der Schule und der Stadt Röthenbach der Wunsch nach einer Zweifach- beziehungsweise Dreifach-Turnhalle. Doch die Regierung von Mittelfranken erkannte damals den Bedarf nicht an und bezuschusste vorerst nur die einfache Variante. Im Oktober 2008 brachte die CSU-Fraktion das Thema mit einem Antrag erneut in den Kreistag ein. 2,1 Millionen Euro investiert der Kreis nun in den Neubau. „Denn Bewegung und Sport müssen Teil eines gesunden Unterrichts sein“, betonte Landrat Kroder.

Elternbeiratsvorsitzende Monika Müller freute sich, dass nach der geplanten Fertigstellung der zweiten Halle zum neuen Schuljahr 2011/2012 wieder mehr Sportunterricht vom Nachmittag auf den Vormittag verlegt werden kann. Und auch Röthenbachs Bürgermeister Steinbauer zeigte sich glücklich über diese „Investition in die Zukunft unserer jungen Menschen“.

Die Schulband sorgte für die musikalische Umrahmung der kleinen Feier, passend zum Anlass mit Reinhard Fendrichs Titel „Es lebe der Sport“.

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