Ganztags in Realschule

Freude an der Schule vermitteln, das ist eines der Ziele der Ganztagesklasse. Realschulleiter Müller hofft nun auf genügend Anmeldungen. Foto: PZ-Archiv2011/03/17452_New_1299081963.jpg

NÜRNBERGER LAND (lra) — Das Bayerische Kultusministerium hat der Fortsetzung der gebundenen Ganztagesklasse an der Staatlichen Realschule in Röthenbach zugestimmt. Somit kann ab kommendem Schuljahr wiederum in der fünften Jahrgangsstufe eine der Eingangsklassen als Ganztagesklasse geführt werden.

Damit wurde dem Antrag des Landkreises vom Januar stattgegeben. Die Ganztagesklasse ermöglicht neben der individuellen Förderung der Schüler eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die Eltern, zeigt sich Landrat Armin Kroder zufrieden. Dadurch wird das Bildungsangebot an der Realschule Röthenbach kontinuierlich weiter entwickelt.

Schulleiter Peter Müller hofft, dass sich im Rahmen der Schulanmeldungen genügend Eltern finden, damit eine Ganztagesklasse gebildet werden kann. Daneben besteht in den regulären Klassen weiterhin die Möglichkeit, die offene Ganztagesbetreuung zu besuchen, die sich großer Beliebtheit erfreut. Hier werden die Kinder nachmittags durch Sozialpädagogen des ASB betreut.

In der gebundenen Ganztagesklasse wird eine Betreuung mindestens von 8 bis 16 Uhr an vier Wochentagen gewährleistet. In dieser Zeit findet ein so genannter rhythmisierter Unterricht statt, in dem sich Unterrichtsphasen mit Entspannungs- und Vertiefungsphasen abwechseln. Wichtig ist dabei, dass die Kinder mit Ende des Unterrichts den Schultag abgeschlossen haben, keine schriftlichen Hausaufgaben mehr machen müssen und ihre Freizeit in vollen Zügen genießen können.

Der Freistaat Bayern übernimmt die Verantwortung und Trägerschaft für die gebundene und offene Form der Ganztagsschule, fordert aber pro Ganztagesklasse und Schuljahr eine Kostenbeteiligung des Landkreises von 5000 Euro ein. Für die Realschule Röthenbach stellt der Freistaat acht zusätzliche Lehrerstunden zur Verfügung und deckt damit einen Großteil der erforderlichen Ausstattung an Planstellen und Mitteln für Lehrkräfte ab. Den zusätzlichen Aufwand an Lehr- und Unterrichtsmitteln trägt der Landkreis Nürnberger Land. Ebenso ist er für die Organisation der Mittagsverpflegung zuständig.

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