P-Seminar am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Röthenbach

Bundespolizei unterrichtet Zivilcourage am Gymnasium

Wie reagiert man in einer brenzligen Situation richtig? Dies ist unter anderem Thema eines P-Seminars zum Thema Zivilcourage am Geschwister-Scholl-Gymnasium. | Foto: Bundespolizei2021/12/bundespolizei_zivilcourageseminar_gsgym-crop-scaled.jpg

RÖTHENBACH – Der Präventions- und zugleich Opferschutzbeauftragte der Bundespolizeiinspektion Nürnberg, Polizeihauptmeister Maik Kaiser, führt im Schuljahr 2021/2022 wieder zwei Projekt-Seminare für Oberstufen an Gymnasien zum Thema „Zivilcourage“ durch. Eines davon findet am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Röthenbach statt.

Was bedeutet es „Opfer zu werden“, wann befindet man sich in einer Gewaltspirale und was bedeutet überhaupt Gewalt? Wann spricht man von unterlassener Hilfeleistung und wann von Notwehr?

Diese und weitere wichtige Aspekte rund um das Thema Zivilcourage lernen Schülerinnen und Schüler des Röthenbacher Geschwister-Scholl-Gymnasiums derzeit innerhalb eines der P-Seminare mit Polizeihauptmeister Maik Kaiser. Ein weiteres Seminar findet in der Lothar-von-Faber-Schule in Nürnberg statt.

Situationen durchspielen

Für die Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, die sich für das P-Seminar „Zivilcourage – eingreifen statt zuschauen!“ entschieden haben, fanden bereits zwei Schulungen statt. Dabei wurden die Begriffe Gewalt, Gewaltspirale, Opferwerdung, Meldeverfahren und die Täterbeschreibung erörtert.
Ebenso wurden die Paragrafen 32 StGB (Notwehr) und 323c StGB (Unterlassene Hilfeleistung) den Teilnehmern anhand von durchgespielten Situationen greifbar gemacht.

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Eine weitere Einheit folgte zum Thema „Täter-Opfer-Ausgleich“. Bei dieser Veranstaltung unterstützten Frédérique Gießler und Frank Brecht vom Treffpunkt e.V. in Nürnberg Polizeihauptmeister Kaiser. Die Schüler erhielten anhand von echten Beispielen einen Einblick in die Arbeitsweise des Täter-Opfer-Ausgleichs.

Besuch im Gericht


Im weiteren Verlauf des P-Seminars ist mit den Schülern ein Besuch des Landgerichts Regensburg geplant. Hier werden Richterin Lammert und ein Staatsanwalt Einblicke in die Arbeitsweise bei Gericht geben. Weitere Fortbildungen, wie zum Beispiel ein Vortrag durch einen Vertreter des „Weißen Rings“, der Personalgewinnung der Bundespolizeiakademie und ein Vortrag eines Psychotherapeuten für Jugendliche stehen noch auf dem Plan.

Teil der Abiturnoten

Ein P-Seminar ist ein Projekt-Seminar zur Studien- und Berufsorientierung. Die Vorbereitungen und der Grundstein dafür werden bereits in der zehnten Klasse gelegt. Die Schüler müssen sich für ein vorgegebenes P-Seminar entscheiden.

Dieses erstreckt sich über ein ganzes Schuljahr, wobei die Teilnehmer im Kurshalbjahr 11/1 durch den Präventionsbeauftragten in Zivilcourage geschult werden und im Kurshalbjahr 11/2 bzw. 12/1 den Seminarleitern Ausarbeitungen über dieses Thema vorlegen müssen. Im Anschluss fließen diese Ergebnisse in die Abiturnoten mit ein.

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