RUMMELSBERG - Die Chefärzte am Krankenhaus Rummelsberg erhalten Hightech-Unterstützung beim Einsetzen von Knie-Endoprothesen durch ROSA. ROSA ist eine Abkürzung für Robotic Surgical Assistent, was auf Deutsch mit „Roboter-Operationsassistent“ übersetzt werden kann.
Der Operationsassistent füge sich nahtlos in die Hightech-Ausstattung des Krankenhauses Rummelsberg ein, teilt das Krankenhaus mit. „Unsere Spezialisten können somit auf diese bewährte Unterstützung zurückgreifen und die optimale Passgenauigkeit des Knieimplantats sicherstellen, so dass unsere Patienten von einem bestmöglichen Ergebnis profitieren werden“, betont Geschäftsführer Frank Stauch.
Chefarzt Prof. Dr. Dr. Wolf Drescher betont: „Es ist wichtig zu verstehen, dass der Roboter nicht von selbst arbeitet. Das bedeutet, dass er sich nur bewegt, wenn der Operateur ihn dazu auffordert. Der Operateur ist die ganze Zeit über im Operationssaal und trifft alle Entscheidungen während des Eingriffs.“
„Wie ein GPS-Gerät“
Während des Eingriffs verwendet ROSA eine Kamera und am Bein befestigte optische Tracker, um die exakte Position des Knies im Operationssaal zu bestimmen. „Man kann sich das wie ein GPS-Gerät vorstellen, welches man aus dem Auto kennt. Wenn sich das Bein auch nur einen Bruchteil eines Zentimeters bewegt, kann der Roboter dies erkennen und sich entsprechend anpassen. Die Einhaltung des definierten Operationsplans wird somit sichergestellt. Der Roboter versorgt den Operateur mit einer Vielzahl an Daten“, erklärt Drescher.
Profitieren sollen vor allem Patienten, bei denen die Arthritis Gelenkknorpel und Knochen zerstört hat. Die sogenannte Osteoarthritis entsteht nach Jahren ständiger Bewegung und Druck in den Gelenken. Mit fortschreitender Abnahme des Knorpels wird das Gelenk zunehmend unbeweglicher und die Schmerzen nehmen zu.
Schonung der Weichteile
Vorteile beim Einsatz der Technologie gebe es sowohl für den Chirurgen als auch für den Patienten. „Die Weichteile“, so Drescher, „werden vor allem geschont, weil durch die hochpräzise Planung und Ausführung der Schnitte noch weniger Muskeln, Bänder und Sehnen präpariert oder gelöst werden müssen. Das schont die umliegenden Strukturen.“ Zu den weiteren Vorteilen zählten der geringere Blutverlust, weniger postoperative Schmerzen und eine schnellere Genesung.
Nicht jeder Knie-Patient in Rummelsberg werde künftig mit der Technologie operiert, aber derjenige, bei dem es einen Vorteil bringt - zum Beispiel aufgrund der gegebenen Weichteilsituation. Dr. Alfred Tylla, Leiter des Kniezentrums, fasst zusammen: „Es ist die Kombination aus präziser Technik und menschlicher Expertise. Ich bin froh, dass wir nun auch diese Möglichkeit im Operationssaal haben und somit für unsere Patienten das bestmögliche Equipment bereithalten.“
