Jubiläum

Vor 50 Jahren stieg der SC Rupprechtstegen das erste Mal auf

Das Team von 1968/69: (hinten v. links) Helmut Schwägerl, Udo Geißler, Karlheinz Schaefer, Günther Schunk, Hans Wittmann, Manfred Pittroff, Richard Schmidt, Trainer Adolf Schmer, Manfred Döhring, Spielleiter Erich Thummerer, (vorne v. links) Harold Hebding, Werner Häberlein, Helmut Kalb, Helmut Deinzer und Friedhelm Vogel. | Foto: privat2019/06/1968-69-SCR-Erste-Meisterschaft.jpg

RUPPRECHTSTEGEN – Vor 50 Jahren: der erste Aufstieg des SC Rupprechtstegen. In der Saison 1968/69 gelang der ersten Mannschaft seit der Gründung des Vereins 1946 nach zwei Entscheidungsspielen erstmals der Sprung von der damaligen A-Klasse in die B-Klasse – jetzt Kreisklasse.

Es war ein Novum im Fußballkreis, dass drei Teams punktgleich waren. Der SV Vorra, der SC Eschenfelden und eben der SC Rupprechtstegen lagen mit 44:12 Zählern gleichauf. So mussten Entscheidungsspiele ausgetragen werden, um den Aufsteiger zu ermitteln.

In der ersten Partie unterlag der SC Eschenfelden Rupprechtstegen mit 0:5. Die zweite Begegnung wurde in Eschenbach vor 600 Zuschauern ausgetragen. Der SV Vorra verlor in einem hart umkämpften Spiel gegen den Sportclub mit 1:2. Partie drei – SC Eschenfelden gegen SV Vorra – wurde nicht mehr ausgetragen.

Dieses Erlebnis war der Anlass, nach 50 Jahren dieses kleine Jubiläum zu feiern und in Erinnerungen zu schwelgen. Auf Einladung des Organisators Manfred Döhring, selbst Spieler der Aufstiegsmannschaft, trafen sich neun Spieler des damaligen Teams. Zwei davon sind bereits verstorben. Eingeladen wurden auch Betreuer, Spieler und weitere Personen, die damals mit Rupprechtstegen in Verbindung standen oder stehen.

Blick zurück

Der älteste Gast, Rudolf Liewald, war aus Nürnberg angereist. Der 96-Jährige war Spieler des SC Rupprechtstegen. Er und sein Bruder Oswald Liewald brachten interessante eigene Erinnerungsfotos von den Anfängen des Vereins mit. Harold Hebding hatte den weitesten Weg und kam aus Waiblingen. Auch der jetzige Vorsitzende des SV Vorra, Kurt Niessalla, hatte alte Mannschaftsbilder dabei.

Nach der Begrüßung durch Rupprechtstegens Ehrenvorstand Sönke Mielewski folgte ein selbst erstelltes Video von Manfred Döhring. Beginnend über die Meisterschaftssaison 1968/69 mit Spielertrainer Adolf Schmer und Spielleiter Erich Thummerer und dem damit verbundenen Aufstieg. Auch die Aufstellungen der beiden Mannschaften Rupprechtstegen und Vorra durften nicht fehlen. Dazu gab es die Bilder der Teams und den original Spielbericht von Rupprechtstegens Urgestein Hermann Pittroff, wie er einst in der Hersbrucker Zeitung stand.

Es folgten weiter die größten Erfolge in der Vereinsgeschichte. 2008 der erste Aufstieg in die Bezirksliga mit Entscheidungs- und Relegationsspielen unter Trainer Karlheinz Leissner.

Die Doppelmeisterschaft 2011 war der nächste Höhepunkt: Die „Erste“ stellte in der Kreisliga die beste Elf und stieg unter Trainer Roland Winkler in die Bezirksliga auf. Die Reserve unter Trainer Rainer Scharrer schaffte den Aufstieg in die Kreisklasse. Zum Schluss waren sich alle einig: So schön wie damals wird es nie mehr werden.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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