Saisonstart Kreisliga 2

SC Rupprechtstegen: Eigengewächs beerbt Trainerfuchs

Nach der Verletzung seines Namensvetters Gerd ruhen die Hoffnungen der Rupprechtstegener Offensive nun auf den Schultern von Florian Deinzer (rechts). Foto: A. Tauber2016/08/7319219.jpeg

RUPPRECHTSTEGEN – Auf den ersten Blick kann ein Trainerwechsel kaum deutlicher ausfallen. Auf Roland Winkler mit seinem langen und reichen Erfahrungsschatz in Sachen Fußball folgt ein Neuling und Eigengewächs als Coach: Marco Schönhöfer zieht ab dieser Saison beim SC Rupprechtstegen die Fäden.

Auf den zweiten Blick ist der Schritt der SCR-Vereinsführung um Detlev Seidler aber auch ein Zeichen für Kontinuität. Denn kaum einer kennt die Mannschaft so gut wie Marco Schönhöfer. Seit 1992 schnürt der Mittdreißiger die Fußballschuhe für den Verein im oberen Pegnitztal. Er durchlief die Jugendmannschaften und hatte wesentlichen Anteil an den Erfolgen des „Dorfklubs“, der so manche Großstadtelf in der Bezirksliga stolpern ließ.

„Am Anfang war es doch etwas komisch und ich habe mir schon einen Kopf gemacht, ob die Spieler auf mich hören werden“, gibt der Coach zu. Doch seine Teamkameraden hören auf den Trainer, die Stimmung ist gut. „Des passt alles“, bringt es Marco Schönhöfer auf einen kurzen Nenner.

In den Übungsstunden auf der Waldsportanlage und beim Trainingslager in Zeulenroda ließ der Coach seine Mannen viele Spieleinheiten in Über- und Unterzahl durchführen. Taktisch möchte er an die Vorgaben von Roland Winkler anknüpfen. Und ganz unerfahren ist „der Neue“ auch nicht. Er betreute die C-, B- und A-Junioren der Jugendspielgemeinschaft Oberes Pegnitztal.

Die abgelaufene Saison schloss der SC Rupprechtstegen auf Platz zehn der Kreisliga ab. Unerfreuliche 74 Gegentore verhinderten ein besseres Abschneiden. Grund für diese Schwäche waren etliche Verletzte oder auch das Fehlen von Uwe Gerstacker, der einige Monate im Ausland war.

Marco Schönhöfer ist sich sicher, dass die Innenverteidigung mit Michael Stiegler und Nico Döhring in Zukunft für mehr Stabilität in der SCR-Abwehr sorgen wird. Im Sturm waren in der vergangenen Spielzeit Gerd Deinzer (12 Treffer) und Florian Deinzer (9) die gefährlichsten Angreifer. Gerd Deinzer hat sich beim Jubiläumsturnier seines Vereins verletzt, sein Einsatz zum Auftakt ist fraglich.

Eine Überalterung seiner Elf sieht Marco Schönhöfer nicht. Vier Akteure sind über 30 Jahre alt. Allerdings fehlt die Blutauffrischung aus der Jugend. „Manche Spieler haben auf ihrer Position keinen Druck, das ist aber angesichts der Nachwuchssituation nicht zu ändern“, bedauert der Coach. Heuer rückt nur Defensivmann Fabian Zeltner hoch. Außerdem sollen die A-Junioren Tobias Pohl und Patrick Wolf, die schon das Trainingslager mitgemacht haben, ihre Chance bekommen.

Einziger Neuzugang im Team ist der vom ASV Pegnitz II gekommene Ercan Sonkaya, der die Offensivabteilung verstärkt. Der Trainer möchte als „Sechser“ im zentralen Mittelfeld agieren. Sein Saisonziel ist ein sicherer Platz im Mittelfeld der Kreisliga. Außerdem will er an einem weiteren Problempunkt arbeiten: zur alten Heimstärke zurückfinden. Denn vergangenes Jahr gewann der SCR nur acht von 15 Partien vor eigenem Publikum.

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