Laufer Firma Könitzer investiert in neues Lager

„Ohne Druckluft läuft nichts“

Geschäftsführer Stephan Dirlewanger präsentiert stolz die neue Lagerhalle in der Industriestraße. Durch sie wird die aktuelle Liegefläche verdoppelt.
Geschäftsführer Stephan Dirlewanger präsentiert stolz die neue Lagerhalle in der Industriestraße. Durch sie wird die aktuelle Liegefläche verdoppelt. | Foto: Braun2017/08/druckluft-konitzer-neue-lagerhalle-lauf-dirlewanger2.jpg

LAUF — Die Geschäfte laufen gut bei Druckluft Könitzer in Lauf. So gut sogar, dass der Mittelständler nun expandiert, um die große Nachfrage nach Kompressoren decken zu können. Dazu investiert die Firma rund eine Million Euro in eine neue Lagerhalle, den Umbau der Bestandsgebäude in der Industriestraße, einen neuen Onlineshop und Marketingmaßnahmen.

Die Außenwände der neuen Halle stehen bereits. Das etwa fünf Meter hohe Gebäude gibt dem Eingang zum Industriegebiet von der Waldstraße aus ein neues Gesicht. In vier bis sechs Wochen soll das Lager, das direkt an die bestehenden Gebäude in der Industriestraße 29 bis 31 angrenzt, fertig sein.

Durch die 420 Quadratmeter große Halle wird die aktuelle Lagerfläche auf über 850 Quadratmeter verdoppelt. Dann ist genügend Platz, um auch größere Maschinen vorzuhalten, die zurzeit von der boomenden Industrie stark nachgefragt werden. „Unsere Lager sind bis zum letzten Zentimeter ausgereizt“, erzählt Stephan Dirlewanger, der Geschäftsführer des Mittelständlers.

Die Kompressoren, die Könitzer vertreibt, kommen in zahlreichen Betrieben zum Einsatz. „Ohne Druckluft funktioniert kein Industriebetrieb“, sagt Dirlewanger. Und so sind auch die Branchen, aus denen die Kunden kommen, bunt gemischt – mit Schwerpunkten bei den Automobilzulieferern, der kunststoffverarbeitenden Industrie und den in der Region traditionell stark vertretenen Keramikherstellern.

Dabei beschränkt sich der Kundenstamm von Könitzer auf einen Umkreis von rund 120 Kilometern um Lauf. „Nur so können wir garantieren, dass im Notfall schnell ein Servicetechniker vor Ort ist“, erklärt Dirlewanger. Und Service werde im Betrieb groß geschrieben. Auf diese Weise habe man sich zum führenden Händler in der Drucklufttechnik in Bayern gemausert, sagt er nicht ohne Stolz.

Immerhin ein Drittel der aktuell 27 Angestellten sind Servicemonteure. Vier bis fünf weitere Mitarbeiter für Service, Vertrieb und Außendienst werden derzeit gesucht, was auf dem aktuell leergefegten Arbeitsmarkt keine einfache Aufgabe ist. Die Arbeitsverträge sind langfristig angelegt, denn es dauert eine ganze Weile, neue Leute in die speziellen Anforderungen der Branche einzuarbeiten. Und die sollen dann auch möglichst lang bleiben. Eine gute Unternehmenskultur und moderne Arbeitsplätze hält Dirlewanger dabei für äußerst wichtig. Nur einer der Gründe, warum derzeit die Räume in der Industriestraße 29 umgebaut werden.

Büros und Schulungsräume

Neben neuen, geräumigen Büros sollen dort auch bisher fehlende Tagungs- und Schulungsräume entstehen. Ein Überbau soll zudem eine direkte Verbindung zum Gebäude mit der Hausnummer 31 ermöglichen. Auch hier werden Büros erneuert und der Ausstellungsraum im Erdgeschoss erweitert, wo auch Privatkunden kleinere Kompressoren für den Alltagsgebrauch kaufen können.

Um den Fortbestand der Firma zu sichern, dürfe man sich nicht auf Erreichtem ausruhen, sagt Dirlewanger. Deshalb werde viel Zeit in die Entwicklung neuer Technologien in der Drucklufterzeugung und in der Automatisierungstechnik gesteckt. Digitalisierung ist hier ein wichtiges Schlagwort.

Zusätzlich entsteht derzeit ein neuer Onlineshop als Ergänzung zum Kerngeschäft. Er soll ab Herbst zur Verfügung stehen. Und auch an einem „Corporate Design“ wird gefeilt – also einem einheitlichen visuellen Markenauftritt. „Das gehört heute einfach dazu“, sagt der Geschäftsführer. Spätestens bis zur offiziellen Einweihung der neuen Geschäftsräume im kommenden Jahr soll alles fertig sein.

All diese Investitionen sind auch ein Bekenntnis zum Standort Lauf, betont Dirlewanger. Die Lage in der Industriestraße sei geradezu ideal. Das Grundstück hatte bereits sein Großvater erworben, als er die Firma 1970 gründete. Später hatten seine Eltern den Betrieb weitergeführt, bevor er selbst übernahm. Mit dem Sohn ist vor vier Jahren – ganz zur Freude des Vaters – bereits die vierte Generation in das Familienunternehmen eingestiegen. Auch das ist ein Stück Zukunftssicherung.

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