Wirtschaft: Weller Werkzeugbau GmbH & Co. KG

Weller Werkzeugbau: Wo Offenheit auf Präzision trifft

Mit Freude bei der Arbeit: Christiane und Volker Trageser. | Foto: Finamedia2019/05/Trageser.jpg

Im Jahr 1988 von Manfred Weller gegründet, steht Weller Werkzeugbau am Bräunleinsberg in Ottensoos von Beginn an auf zwei Standbeinen: dem klassischen Spritzguss-Formenbau für Werkzeuge von 50 bis 2500 Kilogramm Gewicht und dem Presswerkzeug-Bau für Bauteile aus technischer Keramik. Höchste Präzision ist bei der Herstellung gefragt, denn die Kunden aus den verschiedenen Branchen wie Automotive, Elektro- oder Energietechnik messen die Genauigkeit in Mikrometer; das entspricht gerade einmal 0,001 Millimetern. Kleine Bauteile stellen hier eine umso größere Herausforderung dar. Und ein weiterer Aspekt zeichnet das Unternehmen aus: die Offenheit und der menschliche Umgang auf allen Hierarchieebenen.

Was die Kunden an Werkzeugbau Weller besonders schätzen, ist die Schnelligkeit. Das liegt einerseits an den kurzen Wegen, weil viele Kunden im Umkreis von 50 Kilometern sitzen. Der große Pluspunkt liegt allerdings in der firmeneigenen Flexibilität: Wenn das Werkzeug beim Kunden beschädigt ist, holen die Techniker von Weller es direkt ab, reparieren es und liefern es schnellstmöglich wieder ab. Das Ergebnis: Glückliche Kunden, denn Wellers kurze Reaktionszeiten ersparen ihnen größere Verluste durch einen Produktionsausfall. 

Roboter „Robi“ im Einsatz. | Foto: Finamedia2019/05/Robi.jpg

Als Manfred Weller 2009 aus dem Unternehmen ausschied, übernahm sein Schwiegersohn Volker Trageser die Geschäftsführung; vor sechs Jahren gab Wellers Tochter Christiane Trageser ihren Beruf als Podologin auf und stieg ebenfalls ins Unternehmen ein. Große Aufgaben warteten damals auf das Ehepaar Trageser: Betriebsklima und Gewinn waren suboptimal – trotz guter Auslastung und starker Umsätze. „Wir waren schon ein bisschen betriebsblind“, verrät Christiane Trageser heute lachend.

Inzwischen hat sie leicht reden, denn die Investition in diverse Schulungen und langfristige Beratungen haben sich längst bezahlt gemacht: Coaching für eine bessere Mitarbeitermotivation, Analyse des Workflows und darauf aufbauend viele – teilweise kleine – Verbesserungen. Sämtliche Ansätze von der verkürzten Durchlaufzeit bis zur gesteigerten Produktivität erwiesen sich bereits innerhalb eines Quartals anhand interner Kennzahlen nachweislich als äußerst effektiv. Die Mitarbeiter waren von Anfang an mit ganzem Herzen dabei: „Unser Führungsteam war bereit für die Veränderung“, blickt das Ehepaar zurück.

Um bestens für die Zukunft gerüstet zu sein, investiert Weller Werkzeugbau heuer in ein ERP-System. Diese Software ermöglicht eine transparente Organisation über den gesamten Prozess hinweg. Außerdem entsteht bis 2022 in Teilschritten eine komplette Automationsanlage; den Anfang macht noch in diesem Jahr ein 5-Achs-Fräszentrum.   

Fundierte und verzahnte Ausbildung

Foto: Stefanie Camin2019/05/Azubi.jpg

Weller hat aktuell drei Auszubildende: Anne Güthaus ist die erste „Azubine“ zur Kauffrau für Büromanagement, während Dominik Wozniak den Beruf des Feinwerkmechanikers mit Schwerpunkt Werkzeugbau erlernt.
Gemeinsam mit den Berufsbildungs­werken Nürnberg bildet Weller auch Mika Österreicher im Rahmen der sogenannten verzahnten Ausbildung (VAmB) zum Industriemechaniker aus. Und dem 22-Jährigen gefällt es: „Im Gegensatz zu anderen Firmen ist hier ein echtes Miteinander. Obwohl ich sehr introvertiert bin, komme ich gut zurecht.“

Weller Werkzeugbau GmbH & Co. KG
Bräunleinsberg 14a
91242 Ottensoos
Telefon 09123/97850
E-Mail: [email protected]
Internet: www.werkzeugbauweller.de

N-Land Stefanie Camin
Stefanie Camin