Wanderausstellung „Leben mit Demenz“

Was geht – was bleibt

Zentrales Element der Wanderausstellung: Das Kopfregal symbolisiert sowohl Ursache der Demenz als auch den Bewusstseinswandel, der in den Köpfen der Menschen stattfinden muss, um der Erkrankung zukünftig besser zu begegnen. | Foto: Sprung2016/07/Demenzausstellung.jpg

RUMMELSBERG – Die seit April durch Bayern tourende Wanderausstellung „Was geht. Was bleibt. Leben mit Demenz“ hält für drei Wochen im Krankenhaus Rummelsberg. Zentrales Element ist ein großes Kopfregal, das verschiedene Aspekte des Themas beleuchtet. Initiatorin ist das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege.

In Bayern leben bereits heute etwa 220.000 Menschen mit Demenz. Aufgrund der demografischen Entwicklung rechnet man in den nächsten Jahren mit einem weiteren Anstieg. Demenz und der Umgang mit den Betroffenen sind leider immer noch mit Ängsten und Unsicherheiten verbunden. Um das zu ändern, ist es der Bayerischen Staatsregierung wichtig, das Thema Demenz und die Bedürfnisse der Erkrankten sowie ihrer Angehörigen in die Mitte der Gesellschaft zu rücken. Mit der Ausstellung „Was geht. Was bleibt. Leben mit Demenz“ will das Ministerium eine breite Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren.

Ein großes Kopfregal ist der Mittelpunkt der Ausstellung. Ein Kopf, weil dort die Ursache für eine Demenzerkrankung sitzt. Ein Kopf ist aber auch das Symbol dafür, dass sich in den Köpfen etwas ändern und der Bewusstseinswandel weiter vorangetrieben werden muss, um der Herausforderung Demenz schon heute und zukünftig besser begegnen zu können. Die Ausstellung „Was geht. Was bleibt. Leben mit Demenz“ vermittelt mehrere Aspekte: Sie ermöglicht einen Überblick zum Thema Demenz und greift dabei auch Symptome und einzelne Stadien der Krankheit auf. Gleichzeitig verleiht die Ausstellung allen Besuchern einen Eindruck, wie sich das Leben eines von Demenz betroffenen Menschen und seiner Angehörigen verändern kann.

Im Krankenhaus Rummelsberg prägt der Umgang mit dementen Patienten schon heute die Versorgung in vielen Abteilungen. Um die Versorgung dieser Patienten auf einem hohen Niveau sicherzustellen, sind alle Pflegenden im Umgang mit dementen Patienten geschult. In der geriatrischen Rehabilitation und auch im Alterstraumatologiezentrum unterstützen besondere Aufenthaltsräume das tagesstrukturierende Angebot für die Patienten. Wichtig für die Patienten sind auch das Verständnis und die Aufklärung der Angehörigen im Umgang mit den Demenzerkrankten im Alltag außerhalb der Klinik.

Gute Aufklärungsarbeit

Der Leiter der geriatrischen Station im Krankenhaus Rummelsberg, Rainer Zapf, zeigt sich auch deshalb begeistert von der Wanderausstellung: „Die Diagnose Demenz und der Umgang mit den Betroffenen ist verständlicherweise bei vielen Angehörigen mit Sorgen und Unsicherheiten verbunden. Deshalb ist es so wichtig, mehr über die Demenz aufzuklären. Die Ausstellung trägt einen wichtigen Beitrag dazu bei und vermittelt sehr gut verschiedene Aspekte des Themas.“

Die Wanderausstellung befindet sich noch bis zum 26. Juli im Eingangsbereich des Laurentiushauses im Krankenhaus Rummelsberg. Informationsmaterialien, Broschüren über Hilfsangebote und Möglichkeiten zum ehrenamtlichen Engagement liegen aus.

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