24 Stunden, 24 Unternehmen: WipflerPLAN

Vom Kanal bis zur Kirchturmspitze

Tradition und Innovation vereinen: Florian Schmidt (links), Niederlassungsleiter Franken und Prokurist Joachim Maßow an einem historischen Zeichenbrett an einer Planung. Foto: Stefanie Camin2021/10/24h_wipflerplan_02.jpg

Von wegen, nur New York ist die Stadt, die niemals schläft. Auch hier in dieser Serie stellen wir 24 regionale Betriebe aus unterschiedlichen Branchen vor. Jedes Unternehmen bekommt dabei eine Stunde, und das acht Wochen lang; jede Woche drei Firmen. Die Stunde zwischen 23 und 24 Uhr gehört heute WipflerPLAN.

Lauf. Es ist 23 Uhr, dunkel und mit zwei Grad auch richtig kalt. Wenn einer der Prüfingenieure bei WipflerPLAN sagt, „es zieht“, dann hat das eine andere Bedeutung als die Zugluft eines offenen Fensters. Und während sich andere Menschen um diese Zeit gemütlich ins Bett kuscheln, schwebt der Prüfingenieur in 20 Metern Höhe.

Der Ingenieur für Bauwerksprüfung steht gemeinsam mit einem weiteren Ingenieur und einem Helfer auf einer schwenkbaren Bühne zwischen dem Brückenüberbau und der – stromfreien und geerdeten – Oberleitung, die ein Lkw hält. Hier kontrollieren sie im Schein der Flutlichtlampen die Substanz einer sechs Jahre alten Betonbrücke auf Risse, Abplatzungen oder Durchfeuchtungen. Zweck der gesetzlich vorgeschriebenen Untersuchungen ist es, die Verkehrssicherheit von Brücken zu gewährleisten. Viel Zeit haben die Mitarbeiter der WipflerPLAN Planungsgesellschaft mbH nicht; die Deutsche Bahn hat den Zugverkehr der unter der Brücke laufenden Bahnstrecke nur für ein paar Stunden gesperrt.

Sie arbeiten konzentriert, achten auf jedes Detail und gehen dabei zügig vor – das jahrelange Know-how ist spürbar. An einer Stelle ändert sich die Körperhaltung des Ingenieurs; irgendetwas ist hier anders: Er beugt sich noch weiter nach vorne – und tatsächlich, er hat einen Riss gefunden. Alles ab 0,2 Millimetern muss gemeldet werden, hier liegt ein Riss mit einem Millimeter vor. Er misst den Abstand zu den nächsten Fixpunkten wie einem Brückenpfeiler, trägt die Erkenntnisse in eine Zeichnung ein, wird den Riss später im Bauwerksbuch festhalten und eine entsprechende Empfehlung abgeben – so, wie es die DIN 1076 vorschreibt.

Wenn die Bahngleise um 6 Uhr wieder freigegeben sind, werden die Experten von WipflerPLAN in ihren wohlverdienten Feierabend beziehungsweise „Feiermorgen“ starten.

Ein besonderes Ambiente im Schein der Flutlichtstrahler bieten die nächtlichen Brückenprüfungen. Foto: Florian Schmidt2021/10/24h_wipflerplan_03.jpg

Neuer Standort in Lauf
„Regionale Umweltgestaltung und Infrastrukturentwicklung“, so lautet der Claim des Generalisten, der sich seit seiner Gründung im Jahr 1962 mit seinen Experten aus sämtlichen Architekten- und Ingenieursdisziplinen einen herausragenden Ruf aufgebaut hat. Seit Januar 2021 ist die WipflerPLAN Planungsgesellschaft mbH noch näher an ihren Kunden in der Region: Nachdem Gerhard Jobst, Inhaber des Ingenieurbüros Jobst in Lauf, unerwartet verstorben war, galt es, seine Nachfolge zu regeln.

„In gegenseitiger Wertschätzung mit seinen Hinterbliebenen haben wir das Büro mit dem Schwerpunkt Bauwerks- und Brückenprüfung in unser Portfolio integriert“, so Prokurist Joachim Maßow – und erfreut so die Kunden und Mitarbeiter. Die fünfte Niederlassung in Bayern komplettiert unter der Leitung von Florian Schmidt das Angebot rund um kommunale und private Bauaufgaben.

WipflerPLAN vereint Architekten und Ingenieure aus vielen Fachgebieten in einem Unternehmen. Daraus entsteht ein Generalplaner mit Fachplanungskompetenzen. „So können wir alle Projektgrößen qualifiziert bearbeiten. Von der unterirdischen Infrastruktur für Wasser und Abwasser bis hin zum Wasserwerk oder zur Kläranlage. Vom Bebauungsplan bis zum vollständig erschlossenen Baugebiet mit neu errichtetem Kindergarten.“ Von den Vermessungsleistungen vor Baubeginn bis zur Bauüberwachung während der Realisierung: WipflerPLAN hat Spezialisten für jede Projektphase.

Das Besondere ist der ganzheitliche Ansatz innerhalb des gesamten Familienunternehmens mit seinen mehr als 200 Mitarbeitern, bei dem die unterschiedlichen Disziplinen aus Architektur, Infrastruktur und Umweltplanung eng verzahnt sind. Soll beispielsweise ein neuer Bau- und Wertstoffhof errichtet werden, ist es mit dem Hallen- und Gebäudebau für Maschinen und Beschäftigte nicht getan. Viele Details sind zu beachten. Zunächst muss der Bebauungsplan erstellt werden, für die bebaute Fläche sind Ausgleichsflächen zu ermitteln und zu planen. Die Betriebsflächen sind bedarfsgerecht zu erstellen und sicher an die öffentliche Straße anzubinden. Alles rund um das Thema Wasser muss geklärt werden: Wasserversorgung, Abwasser und Regenwasserableitung. Auch der Hochwasserschutz, die Begrünung der Flächen und die Energieversorgung darf nicht außer Acht gelassen werden. Alle diese Themen sind bei den Architekten und Ingenieuren von WipflerPLAN gut aufgehoben. Sie arbeiten Hand in Hand. Schnittstellen, die schnell zu Fehlern führen können, werden damit vermieden. „Den Bürgerinnen und Bürgern sind diese umfangreichen Aufgaben des Planers bei der Abgabe ihrer Wertstoffe sicher nicht bewusst“, so Florian Schmidt, „der Bau- und Wertstoffhof muss einfach nur gut funktionieren. Dafür übernehmen wir als Generalplaner die Verantwortung.“

Umfangreiche Planungen sind erforderlich zur Errichtung eines Wertstoffhofs. Foto: WipflerPLAN2021/10/24h_wipflerplan_04.jpg

Verantwortlich ist WipflerPLAN auch für die Planung der Radschnellverbindung von Garching nach München. Diese erste in Bayern geförderte zwölf Kilometer lange und vier Meter breite Strecke punktet neben dem Fahrkomfort vor allem mit dem Vorrang gegenüber kreuzenden Verkehren.

Planunsgverantwortung für die Region
„WipflerPLAN arbeitet nicht nur in der Bauleit- und Erschließungsplanung Hand-in-Hand, sondern hat durch das breite Leistungsspektrum auch die entstehenden Schnittstellen rund um das Projekt im Blick“, brachte es ein zufriedener Bürgermeister unlängst auf den Punkt. „So kann ich darauf vertrauen, dass eine ganzheitliche und zukunftsorientierte Planung entsteht.“

Was Bauherren ebenfalls erfreut: Trotz des hohen Qualitätsstandards kommt der Blick aufs Budget nicht zu kurz.

WipflerPLAN ist sich seiner Verantwortung in der Region bewusst: „Bei uns arbeiten Menschen, die auch hier wohnen“, fasst es der Niederlassungsleiter der neuen Laufer Filiale, Florian Schmidt, zusammen. So ist es kein Wunder, dass die Mitarbeiter sich den Fragen aus der Bevölkerung im Rahmen von Informationsveranstaltungen gerne stellen. „Gemeinsam“ findet hier nämlich nicht nur firmenintern statt, sondern mit sämtlichen Stakeholdern.

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FAKTEN & KONTAKT
Claim: Regionale Umweltgestaltung und Infrastrukturentwicklung
Mitarbeiter: über 200
Fachbereiche:
Architektur (Stadtplanung, Hochbau, Landschaftsarchitektur)
Wasserwirtschaft (Wasserversorgung, Kläranlagen, Kanalnetze/-sanierung, Hochwasserschutz)
Verkehrsanlagen (Straßen- und Verkehrsplanung, konstruktiver Ingenieurbau, Lärmschutz, Bauwerksprüfung)
Vermessung
Bauleitung
Baulanderschließung
Erschließungsträger
Projektsteuerung
Kommunalservice: Geodatenmanagement, Energiemanagement, Beiträge und Gebühren

WipflerPLAN Planungsgesellschaft mbH
Niederlassung Franken
Hammerhöhe 3
91207 Lauf
Tel. (09123) 15517-0
www.wipflerplan.de

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