Bürgerinitiative bittet weiter um Unterstützung

Protestkunst gegen die Gleichstrom-Trasse

„Ordern Sie Protestkunst, unterstützen Sie die Bürgerinitiative“, ermuntert BI-Sprecher Werner Merkel Firmen aus der Region und Privatleute. Dem Steuerberater und seinen Mitstreitern gelang es, namhafte Künstler für die Ziele der BI mit ins Boot zu holen. Infos unter www.stromautobahnen.de unter dem Link Protestkunst.2014/06/protestplakate.jpg

ALTDORF – Protest-Kunst soll aufmerksam machen auf die geplante Gleichstromtrasse durch das Nürnberger Land. Wie berichtet, haben sich namhafte Künstler aus der Region bereiterklärt, Plakate und Transparente für Demos zu entwerfen. Bisher hat Werner Merkel, der Sprecher der Altdorfer Bürgerinitiative gegen die Amprion-Pläne, recht gut verkauft. Im Vorfeld des Aktionstags am Sonntag, 29. Juni, will er die Verkäufe aber noch einmal ankurbeln.

Angesprochen ist jeder, Privatleute, Vereine, Verbände, aber auch Firmen. Bislang haben rund 40 Altdorfer Unternehmen bei der BI Plakate und Poster geordert. „Wir wollen aber noch weitere Firmen ermuntern, uns mit dem Kauf von Protestkunst zu unterstützen“, so Merkel.

Die Künstler Werner Knaupp, Udo Kaller, Roger Libesch und Gerhard Rießbeck helfen der Bürgerinitiative mit ihren Entwürfen, die zwischenzeitlich in vielen von der geplanten Trasse tangierten Ortschaften aufgehängt wurden. Am bekanntesten ist dabei sicher das Protestplakat Werner Knaupps „BrutalZerstört“, das sich an vielen Gartenzäunen, aber auch auf großen Werbetafeln an der Altdorfer Umgehungsstraße wiederfindet.

Merkel freut sich für die BI natürlich über die Unterstützung durch die Künstler, besonders über das Engagement des international renommierten Malers und Bildhauers Werner Knaupp, der als Ernhofener Bürger von seinem Arbeitszimmer aus auf die Landschaft hinabsieht, die von der Gleichstromtrasse „brutal zerstört“ werden würde – wenn die Leitungen denn kommen.
BI-Sprecher Merkel wirbt aber auch um weitere und neue Unterstützung aus der Bevölkerung und durch örtliche Firmen. „Der BI kann man sehr einfach helfen, indem man Protestplakate ordert, Buttons, Aufkleber oder Fahnen“, sagt der Altdorfer Steuerberater.

Die Bürgerinitiative verkauft alles zum Selbstkostenpreis. Unbezahlbar ist aus der Sicht der Aktivisten aber der Effekt, den man mit zahlreichen, aufgestellten Transparenten und Plankaten erzielt.

Am Aktionstag am Sonntag, 29. Juni, will man in der Altdorfer Innenstadt einen Stand mit Plakaten und Protestartikeln aufstellen.

N-Land Alex Blinten
Alex Blinten