Erweiterungsbau

Neuer Trakt für die PsoriSol Hersbruck

Unser Bild zeigt Pflegedienstleiter Werner Meier, Geschäftsführer Stefan Prager, Küchenleiter Wolfgang Cruz und Claudia Ludwig vom Projektmanagement (von links) vor dem Neubau. | Foto: K. Bub2020/08/20200812-134136.jpg

HERSBRUCK – Noch in diesem Jahr soll der Erweiterungsbau der PsoriSol auf der Turnhalleninsel fertig sein. Ab Januar will die Hautklinik dann die ersten Patienten in dem neuen Trakt willkommen heißen.

„Trotz Corona haben wir keine nennenswerte Bauverzögerung“, freut sich Geschäftsführer Stefan Prager. Das dreigeschossige Gebäude und der zweistöckige Verbindungsbau stehen längst. Jetzt werkeln die Arbeiter auf Hochtouren im Inneren, verlegen Kabel und kümmern sich um die Anschlüsse. Hauptsächlich lokale Firmen sind hier tätig. Sie hätten sich bewusst für die Handwerker vor Ort entschieden, sagt Prager. Die Wege seien kurz, die Kommunikation problemlos.

Das Erdgeschoss wird in wenigen Monaten das neue Reich von Wolfgang Cruz sein, dem Küchenleiter der PsoriSol. Er schwärmt schon jetzt von der offenen Küche, die hier entsteht. „Die Patienten sollen sehen und auch riechen können, dass wir frisch kochen“, sagt er. Zum Essen stehen künftig gleich mehrere Speiseräume zur Verfügung. Bodentiefe Fenster ermöglichen den Patienten einen freien Blick nach draußen.

Ersatz für Krankenhaus

Im ersten Obergeschoss befindet sich der OP-Trakt. Zwei moderne Operationssäle sind hier geplant, dazu ein Raum für kleinere Eingriffe. Bis zur Schließung des Hersbrucker Krankenhauses Mitte vergangenen Jahres führte die PsoriSol ihre Eingriffe dort durch. Jetzt aber muss die Klinik ihre Patienten für Operationen ins Krankenhaus nach Altdorf bringen und anschließend wieder zurückverlegen. Ein großer Aufwand.

Umso mehr sehnen die Ärzte die Fertigstellung der beiden OPs herbei. Gehen die im Januar 2021 in Betrieb, verhilft das der PsoriSol zu einem großen Stück Unabhängigkeit. Davon sollen auch andere Mediziner aus der Region profitieren, denn die Hautklinik will die Räume auch externen Operateuren zur Nutzung anbieten. „Es gibt schon Gespräche mit Ärzten aus Hersbruck und Umgebung, die Interesse haben“, lässt Geschäftsführer Prager durchblicken.

Im zweiten Obergeschoss des Neubaus ist Platz für 18 Patientenzimmer, zehn Doppelzimmer und acht Einzelzimmer, letztere sogar mit Balkon. Um der dann steigenden Patientenzahl – schon jetzt behandelt die PsoriSol rund 4000 Menschen pro Jahr – gerecht zu werden, erweitert die Hautklinik ihr ärztliches Team. Schon im Oktober kommt Verstärkung.

Mehr Personal

Auch im pflegerischen Bereich stockt die PsoriSol ihr Personal auf. Probleme, qualifizierte Kräfte zu finden, habe es keine gegeben, erklärt Pflegedienstleiter Werner Meier. „Der Ruf der Klinik ist sehr gut“, begründet das Geschäftsführer Prager. Auf den Lorbeeren ausruhen will sich Deutschlands größte Akut-Hautklinik mit ihren derzeit rund 200 Mitarbeitern jedoch nicht. „Wir wollen auch in Zukunft ein zuverlässiger Arbeitgeber in der Region sein.“ Bei der Konzeption des Neubaus durften die Mitarbeiter sogar ein ordentliches Wörtchen mitreden. Auch, was die Ausbildung des Personals anbelangt, setzt die PsoriSol auf neue Wege. In Zusammenarbeit mit der Diakoneo bietet sie ab Herbst die neue dreijährige Ausbildung zur Pflegefachkraft an.

Auch wenn bei dem Neubau auf Prunk und Protz verzichtet wurde, billig wird das Ganze nicht. 13 bis 14 Millionen Euro sind für das gesamte Projekt angesetzt. Bauherrin ist dabei die Sartoriusmühle Hersbruck GmbH, die vor allem die Baukosten trägt. Für die medizinische Ausstattung sowie das Mobiliar kommt die PsoriSol auf.

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren