24 Stunden, 24 Unternehmen: Malerfachbetrieb Kempf

Natürliches Gespür für Farbe und Harmonie

Diese ehemalige Lagerhalle am Bahnhof Lauf/links hat Martin Kempf komplett umgestaltet und in einen echten Hingucker verwandelt. Foto: Buchner-Freiberger2021/09/24h-kempf-03.jpg

Von wegen, nur New York ist die Stadt, die niemals schläft. Auch hier in dieser Serie stellen wir 24 regionale Betriebe aus unterschiedlichen Branchen vor. Jedes Unternehmen bekommt dabei eine Stunde, und das acht Wochen lang; jede Woche drei Firmen. Die Stunde zwischen 5 und 6 Uhr gehört heute dem Malerfachbetrieb Kempf.

Lauf. Fünf Uhr morgens: Während draußen langsam die Sonne aufgeht, sitzt Martin Kempf schon an seinem Computer, schreibt Angebote und plant gedanklich den Arbeitstag vor. Der praktische Teil beginnt zwei Stunden später, wenn Malermeister Kempf und seine Mitarbeiter zur Kundschaft „ausrücken“, um Fassaden und Räumen einen neuen Anstrich zu verleihen … und damit Lauf und Umgebung ein bisschen schöner zu machen.

Mit einer Doppel­garage in Heuchling fing 1961 alles an. Fotos: Kempf/privat2021/09/24h-kempf-04.jpg
Mit einer Doppel­garage in Heuchling fing 1961 alles an. Fotos: Kempf/privat

Das tun Kempfs schon seit 60 Jahren. Im Jahr 1961 gründete Fritz Kempf gemeinsam mit seiner Frau Irene sein Malergeschäft in Heuchling. Ein „perfektes Team“, eine „untrennbare Einheit“ seien ihre Eltern gewesen, erinnern sich die Söhne Martin und Christian Kempf. Ganz klein fingen die beiden Eheleute an, nach und nach kamen drei Mitarbeiter hinzu. Mit Geschick und vor allem einer Menge Fleiß bewegten die Kempfs viel. Der Name Kempf war ein Begriff in Lauf. Auch Irene Kempf engagierte sich mit Herz und Seele im Betrieb, war nicht „nur“ Hausfrau und Mutter dreier Kinder, sondern schwang zusätzlich auf der Baustelle den Farbpinsel.

Auch die Kinder wuchsen quasi zwischen Farbeimern auf, arbeiteten von klein auf mit: die Söhne auf der Baustelle, die Tochter Anita unterstützte die Mutter tatkräftig im Haushalt. Martin Kempf trat schließlich in die Fußstapfen seines Vaters, lernte im elterlichen Betrieb und übernahm diesen 1994, mit gerade mal 23 Jahren. „Mein Vater hat noch kräftig mitgeholfen, aber er konnte wunderbar loslassen“, erzählt er.

Ein perfektes Team: Irene und Fritz Kempf legten mit ihrem Fleiß den Grundstein für den Erfolg des Malerbetriebs.2021/09/24h-kempf-02.jpg

Heute ist Martin Kempf vor allem Spezialist in Sachen Fassaden. Wer über den Laufer Marktplatz und durch die Altstadt schlendert, der trifft auf unzählige Häuserfassaden, die Kempf gestaltet hat. Exponierte Objekte, farbliche Hingucker, die sich trotzdem angenehm zurücknehmen. Die Kunden bescheinigen Martin Kempf ein gutes Vorstellungsvermögen und ein Gespür für farbliche Harmonie. Und sein Bruder Christian beschreibt es so: „An meinem Bruder ist ein Innenarchitekt verloren gegangen.“

Martin Kempf ist gern kreativ, „in Absprache mit meinen Kunden und immer auf Augenhöhe“. Acht Mitarbeiter hat sein Geschäft heute, für die der Chef Vorbild sein will. Er richtet die Baustellen ein, ist stets überall präsent, denkt und plant den Tag vor. Aus der Garage in Heuchling hat sich der Firmensitz längst in die Kernstadt Lauf verlagert. Die Philosophie seiner Eltern prägt Martin Kempf aber bis heute.

„Ein moderner Maler ist Dienstleister.
Ein Miteinander auf Augenhöhe ist meine Geschäfts­philosophie.“
Martin Kempf

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FAKTEN & KONTAKT

Gründungsjahr: 1961
Mitarbeiterzahl: 8

Maler Martin Kempf
Briver Allee 8
91207 Lauf
Telefon: 09123/7100
E-Mail: [email protected]

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