Antrag des SPD-Ortsvereins Schwarzenbruck

Mindestabstand von 400 Metern zur Wohnbebauung

In Gsteinach verlaufen die Hochspannungsleitungen derzeit sehr nahe an der Bebauung.Foto: Märtl2016/03/hochspannungsleitung_sb.jpg

SCHWARZENBRUCK – Der SPD-Ortsverein Schwarzenbruck hat in seiner Hauptversammlung einen Antrag verabschiedet, in dem die Landtagsfraktion der Bayern-SPD gebeten wird, sich im Rahmen von Gesetzes-Initiativen dafür einzusetzen, dass beim Neubau und der Hochrüstung von Hochspannungsleitungen im Freistaat Bayern die technische Notwendigkeit und die Rechtmäßigkeit nach geltendem EU-Recht nachgewiesen und ein Mindestabstand zur Wohnbebauung von 400 Metern eingehalten wird, um so die Gefahren von Elektrosmog für die Bewohner zu reduzieren.

Vor dem Hintergrund dieses Antrags hat Manfred Neugebauer in der Gemeinderatssitzung auf das wichtige Anliegen hingewiesen und die Fraktionen im Gemeinderat gebeten, sich entsprechend auch an ihre Landtagsfraktionen zu wenden, um gemeinsam Druck zu machen und das Ziel zu erreichen.

Begründet wird der Antrag mit dem Hinweis darauf, dass die Gemeinde Schwarzenbruck von einer 220-KV-Hochspannungsleitung gestreift wird, die von Raitersaich (westlich von Nürnberg) nach Ludersheim (in der Nähe von Altdorf im Nürnberger Land) führt.

Diese Leitung soll im Rahmen der Energiewende zur Sicherstellung der Stromversorgung als Projekt P53/M54 Raitersaich/Ludersheim auf 380 kV hochgerüstet werden. Dies wurde im Rahmen der Gesetzes-Initiativen des Bundestages – während der Konsultationsphase – gegen den zahlreichen Protest von Bürgerinnen und Bürgern auch aus Schwarzenbruck beschlossen. Die bestehende 220 kV-Leitung, so Neugebauer, führt an einigen Stellen der Gemeinde Schwarzenbruck im Abstand von teilweise unter 50 m an der Wohnbebauung vorbei. Die Bewohner sind derzeit bereits dem Elektrosmog dieser Leitung ausgesetzt, der sich mit einer Steigerung der Spannung und der Leistung der neuen Leitung deutlich verstärken wird. Für die sich nun anschließende Planung ist es für unsere Bürger sehr wichtig, dass die neue Leitung mit einem deutlich größeren Abstand zur Wohnbebauung erstellt wird.

Regelungen mit einem Mindestabstand von 400 m zwischen Hochspannungsleitung und Wohnbebauung sind in verschiedenen Bundesländern wie z.B., in Nordrhein-Westfalen bereits Gesetz. Eine derartige Abstandsregelung sollte auch in Bayern zum Wohle unserer Bürger festgelegt werden. Wir bitten die SPD-Fraktion im Landtag sich entsprechend dafür einzusetzen.

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