Unternehmen weiht Neubau ein

Mehr Platz für Retterspitz

Auf gut 1100 Quadratmeter wurde die Retterspitz-Produktionsfläche in Behringersdorf durch den Neubau aufgestockt. | Foto: Brinek2019/08/retterspitz-neubau-aussen.jpg

SCHWAIG. Nach jahrelanger Planungs- und Bauzeit wurde nun der Produktionsneubau der Firma Retterspitz GmbH in Behringersdorf fertiggestellt. Die Ehrengäste konnten bei einem Rundgang die Gebäude und die neue Produktionsanlage besichtigen. Anschließend feierten Besucher aus Politik und Wirtschaft gemeinsam mit der Belegschaft das „Meilenstein-Projekt“.

Die Firma Retterspitz, die in vierter Generation von Markus und Florian Valet geführt wird, hat damit ausreichend Kapazitäten, um auf dem Pharmamarkt auch in Zukunft bestehen zu können. Über drei Millionen Euro wurden verbaut und die Produktionsfläche auf gut 1100 Quadratmeter aufgestockt. 20 neue Arbeitsplätze wurden geschaffen, sodass nun über 60 Mitarbeiter am Standort tätig sind.

Die Marke Retterspitz ist die zweitälteste Apothekenmarke in Deutschland und seit über 115 Jahren auf dem Markt. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann die Produktion in Behringersdorf. Die Retterspitz-Produkte haben einen hohen Qualitätsanspruch, den es kostspielig zu erhalten gilt. Seit 2012 zeigen sie sich in einem neuen Design unter dem Leitsatz „Neue Optik –
bewährte Rezepturen“.

Im Konferenzraum wurde gemeinsam mit vielen Gästen aus Politik und Wirtschaft gefeiert. Vorne links Markus Valet, in der Mitte (im weißen Sakko) sein Bruder Florian, die Geschäftsführer des Familienunternehmens. | Foto: Brinek2019/08/retterspitz-einweihung-gaste-neu.jpg

In einer gut eineinhalbstündigen Führung durch die Produktionsräume wurden die Gäste, darunter Landrat Armin Kroder, Schwaigs 1. Bürgermeisterin Ruth Thurner und etliche Gemeinderatsmitglieder, mit den aufwendigen Verfahren bekannt gemacht. Mit Schutzkleidung ausgerüstet, lernten die Teilnehmer die Rohstoffqualitätskontrolle, das Mischen der Zutaten für die Produkte und das stundenlange Säubern der Einrichtungen kennen.

Nach der Abfüllung der Substanzen kommen hochmoderne Verpackungsmaschinen zum Einsatz, die zum Beispiel bis zu 1600 Ein-Literflaschen pro Stunde in Verpackungseinheiten stecken, den Beipackzettel falten, die Einheit verschließen und sie auf Versandpaletten stapeln. Bei diesem Rundgang verriet Florian Valet, dass sich die alten Rezepte bewährt hätten und deshalb auch nicht geändert werden.
Bei seinem Grußwort im mit Wandzeichnungen von Gerhard Mayer ausgestalteten Konferenzraum versicherte Markus Valet, dass die Geschäftsführung mit der Entwicklung des Unternehmens sehr zufrieden sei. Der Neubau sei dem fabelhaften Zufall zu verdanken, dass das Nachbargrundstück frei wurde, denn Behringersdorf platze aus allen Nähten und biete kaum Platz für Expansion.

Valet schwört auf die Wirksamkeit der Retterspitz-Produkte, denn Mitglieder der vierten Generation seien selten beim Arzt gewesen. Schmunzelnd fügte er hinzu: „Eben Retterspitz, Retterspitz und nochmal Retterspitz genommen.“ Das Produkt-Portfolio umfasst die Bereiche Heilen, Pflegen und Wohlfühlen. Valet versprach, den Qualitätsstandard der Präparate weiterhin so hoch zu halten.

Schwaigs Bürgermeisterin Ruth Thurner und Landrat Armin Kroder zeigten sich beeindruckt vom neuen Retterspitz-Areal. Alles sei rundum gelungen und die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Bestehen auf dem Markt somit gegeben. Sie freuten sich darüber, dass man bei der Vergrößerung des Betriebs in der Gemeinde geblieben sei und neue Arbeitsplätze geschaffen habe.

N-Land Hans Brinek
Hans Brinek