Mehr als nur Bettenmachen

Katja Wittmann (ganz links), Juniorchefin des Waldgasthofs am Letten, führt Laufer Berufsschüler durch ihren Betrieb. Foto: Cichon2012/06/43969_BetriebsbesichtigungLetten2_ci_New_1338822664.jpg

LAUF — Hotelfach und Gastronomie sind langweilig und so gar nicht abwechslungsreich? Von wegen! Schüler aus dem Berufsgrundbildungsjahr der Berufsschule Lauf durften einen Blick hinter die Kulissen des Waldgasthofs am Letten werfen.

Juniorchefin Katja Wittmann führte die Schüler durch Küche, Garten und Gasträume und zeigte ihnen, dass es beim Beruf des Hotelfachmanns nicht nur ums Bettenmachen geht. „Unsere Lehrlinge werden vielseitig eingesetzt. Zum Beispiel an der Rezeption, beim Frühstückmachen oder im Service“, sagt die 38-Jährige.

Die Inhaber bieten jedes Jahr jeweils vier Ausbildungsstellen für Hotelfachleute und Köche an. Die Lehrlinge lernen von Anfang an, was es heißt, im Team zu arbeiten. „Mittags essen wir alle zusammen. Das ist uns sehr wichtig“, sagt Wittmann. Außerdem können sie sich nach ihrer Ausbildung vielseitig weiterbilden, unter anderem zum Sommelier, oder bei einem Auslandsaufenthalt ihre Sprachkenntnisse vertiefen.

Aber nicht alle Lehrlinge ziehen ihre Ausbildung bis zum Ende durch, denn meist hört die Hälfte vorzeitig auf. „Das ist aber keine ungewöhnliche Abbruchquote“, sagt Gerhard Wolf (ganz rechts im Bild), Ausbildungsakquisiteur beim Landratsamt Lauf und Initiator der Betriebsführung. „Im Kfz-Bereich oder bei den Friseuren ist die Abbruchquote teilweise noch höher.“

Wer nicht weiß, ob eine Hotelfach- oder Kochausbildung das Richtige ist, der kann sich für ein Schnupperpraktikum in der Gastronomie bewerben. Am Letten wird man dabei in allen Bereichen eingesetzt und kann herausfinden, was einem am besten liegt.

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